516 Melone
':als vie Blumenkronen, im Jul. und Aug. Die beyden erſten Arten empfehlen ſich we- der vur<; Schönheit noch Nußboarkeit. Man erzieht beyde aus Saamen auf dem Miſtbeete, Die dritte verlangt einen troc>- 'nen, warmen, ſchattigen und ſandigen Bo- ' den. Sie läßt ſich durch abgeſchnittene „Zweige vermehren, gleichwie ſie auch aus Saamen gezogen werden kanu.
Melone. Won dieſer ſehr beliebten Frucht haben wir ungemein viele Sorten, von welchen wir nach dem Münchhauſen- ſchen Hausvater nur folgende nahmbaft „machen:
1) Kandalupmelone, oder Canta- Inpe, 1e Melon de Florence, welche den Namen von einem, nicht weit von Rem gelegenen fleinen Orte führet, wo ſie in Menge gebauet und auch bey uns, wie in England und andern Ländern, am meiſten geachtet wird. Die Frucht ſteliet eine plattk- gedruckte Kugel, aber von unſörmlicher Geſtalt, vor, und iF über und über mit Warzen oder Beulen beſeßt. Wächſt ſel- bige in Geſellſchaft anderer: ſo wird man im folgenden Jahre aus den Kernen von einer platten und böerichten Frucht andere ziehen, welche, wie die gewöhnlichen Me- lonen, glatt und eyformig ſind- In An- Fehung der Farbe.bemerkt man von der Kan- daluppe vjelerley Unterſchied. a) Die ſchwarze, welche von außen dunkel ſchwarzgrün gefärbt iſt, auch dieſe Farbe wenn ſie.reiſet, nicht ändert. Siegehöret un- ter die größten und beſtenSorten, hat ein dun- Felgelbes Fleiſch von einem angenehmen Ge- Schmake, die Schale iſt die, ſchwam- micht, und die ganze Frucht-ungeſtaltet; man nennet ſie in Jtalien die Melone der Heiligen, i1 Melone degli Santi. b).Oran- genfandalnppe, iſt mehr länglicht, mit
Meſote
wenigern Warzen beſeßt, gelb vom Flei- ſche, die Schale färbt ſich, wenn ſie reifer, etwas gelblicht. Das Fleiſch iſt weniger zart und der Geſchmack etwas geringer. c) Grüne Randaluppe, hat eine mehr platte Geſtalt und wenig Warzen, iſt zu- Weilen etwas.zerippt und die Schale bleibt grün, oder fällt nur etwas ins Gelblichte, Wenn die Frucht reif iſt. Das Fleiſch iſt dunkelgelb. Bey vieler Sonne und Wär- me erhältſie einen vortrefflichen Geſchmack. Sie geräth in unſern Gegenden ſelten, und pflege vor der Reife aufzuſpringen. d) Weiße Randaluppe, iſt groß, etwas gerippt, platt, warzig, auswendig grün und aus dem Weißengeflecket, vas Fleiſch weiß, ſüße und ſehr ſaſtig; doch beträgt "dieſes wenig; denn die Schale iſt auſ-
Ferordentlich die. Alle Kandaluppen ſind
weichlicher als die Zzemeinen Melonen, ſe- hon wenigere und ſpätere Früchte an, ver- Jangen wegen"der dicekern Schale mehr Wärme und, Sonne, und enthalten weni« ger eßbares Fleiſch, Der vortreffliche Ge- ſchma> aber macht ſie ſchäßbar,
2) L7enmelone, Melon brode oder mereche, iſt die gewöhnlichſte bey uns. Cs giebt auch von ſelbiger viele Nebenſor- ten. Die beſten müſſen groß, lang und über und über mit einem erhabnen weißen Neße-überzegen ſeyn. Die Fächer des Neßes ſind anfangs grün und werden end- lich heligelb. Die aufgeſchnittene Frucht zeiger eine dünne Schale von dunkeler, grasgrüner Farbe, und ein dunkles, oran- gengelbes, ſaftiges, dies Fleiſch, auch dergleichen eßbares Mark. Die Kerne ſind flein, di>, gelb. Dieſe Melone pflegt leicht in allen Jahren zu geratben, und wird von denjenigen geachtet, welche ein feſtes Fleiſch lieben,
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