Teil eines Werkes 
3 (1797) Oekonomisches Reallexicon, worinn alles was nach den Theorien und erprobten Erfahrungen der bewährten Oekonomen unsrer Zeit zu wissen nöthig ist in alphabetischer Ordnung zusammengetragen, berichtigt und mit eigenen Zusätzen begleitet wird. 3
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Meliſſe

nehmlichfeit erhalten;. die Zubereitung deſ- ſelben ſoll dieſe ſeyn+ Neßhmet friſche Me- liſſenblätter ſechs Hände voll, Citronen- und Pomeranzenſchalen, Mugcatennuß: und Corianderſaamen, von jedem 3 Loth; Gewürznelken und Angelikenwurzel, von jedem r 2orh; weichet dieſes alles in 2 Pfun- den Weinbranntweins uns 1 halben-Pfunde' Wahßers, und diſtilliret es aus vem Ma- rienbade- Man bereitet ferner aus der Meliſſe das angenehme Oel; um dieſes in mehrerer Menge zu erhalten, ſammelt man die Pflanze wenn fie verblühet, und be- reits Saamen trägt. Won den ſciſchen)- oder auch gerroc>neren. Blättern pfeget man: mit kochendem: Waſſer einen Thee zu beyei- ten, welcher beſonders: zur Beförderung. der monatlichen Reinigung iin Gebrauche iſt. Bey dieſer Krankheit kann ſich die Meliſſe ſonderlich kräftig erweiſen, wenn: durch frampfhafte Spannungen der Abgang.

des Geblütes verhindert worden;: doch wird

alsdann das- kräftige: abgezogene Waſſer nod) wirkſamer ſeyn.

2) Rauche t?öeliſſemitlantgen äſti- gen Diumenſtielen, poleyartigge TlTe- life, Ackermünze, Calamintba pulegii

'odore,. Meliſſa Nepeta LL WDaterl.:

Italien, England; Frankreich, die Schweiz, in fandichten Gegenden, Strentel: vier- eig, weißgrau-, auffteigend ,- ſteifborſtig: Ziätter? rauch, gezähnt, von Gerüche wie Poley; Blumen: in den Winkeln der Blätter, auf zweytheiligen' Stielen, welche länger ſind, als die Blätter pur» purroch, zuweilen auch weiß. Dieſe Art: wird in England in den Apotheken: aufbe- halten, und Calamintha: genannt, auch daraus ein wohlriechendes Waſſer und Oel bereitet» Zerquetſchet' und auf die Haut geleger, ſoll: ſie Blaſen: ziehen;- Der Schmerz in den Gliedern: ſoll in: kurzer Zeit:

Moludk EIE

gelindert werden, wenn man die Pflanze warm auf den leidenden Ore legt.

Moluckiſche Meliſſe, iſt ein eiges nes von der Meliſſe ganz unterſchiedenes Geſchlecht, und wird vom binnäus Moluc- cella, von Planern aber Herzkrauf ge» nannt. Der Kel< machet dieſe Meiilſe vorzüglich kenntlich. Es iſt ſolcher gio- >enförmig: und weit, ſtehet von dem Blu- menblatte ab, und zeiget am Rande ſtach lichte Einſchnitte, welche bey den Arten ei- nige Verſchiedenheit haben.

1) Glatte oder unbewebrte Tio- luckiſche DTeliſſe, M. laevis L.. Dae terl.: Syrien, PYurzel wohltiechend, faſericht. Sreutgcl: die, etwa 3 F+ hoch, MBlärtcv: rundlich, geferbt, glett, langgeſtielt. Zlumen: weiß mit einer Miſchung: von roth oder purpurroth, die Kelche rachenfsrmig, meiſtens fünfzähnig, die Zähnchen" gleichf9pm1tz;

2) Moluckiſche Vfeliſſe mit viel« ſtachlichrenz Relche, M. ſpinoſa L. Vateri,: die Molukkiſchen Inſeln. Sten- gel: glatt, purpurröthlich, 1== 13 T- hoch: Blätter:- rundlich, glatt, gekerbt, langgeſtielt.. AMSBlamen: röchlich, die Kelche rachenförmig und achtzähnig, ſtache

licht. BSE AE 3) Moluckiſche Weliſſe mit fünf» ſtachlichtem Belche, ſtrauchartige Jralieniſche Moln>e, M. fruteicens L. Vaterl.:: Perſien, jeßt auch Jtalien.- Srengel: viere>ig, bolzicht,- ſtach!ic<t, paarweiſe äſtig, etwa 2* F, hoch. ZDlät- ter: etwas eyrund ,- haarig fägeſörmig,- geſtielt, an jeder Seite des: Etengels' 2.-- 3 beyſammen;- Bluynen: in Quir- len, mäßig groß, roth ,- die Oberlippe mehr als gewöhrilich rauch und wollig, die' Kelche trichterförmig, fünſſpaltig, kürzer als

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