514 Meiis
ſißer zur vergüten ſchuldig iſt. Für Ver- beſſerungen, die ohne alles Zuthun des Beſißers, bloß durch Natur oder Zufall, ent- ſtanden find, Fann der wiederfäufliche Beſißer keine Vergütung fordern. Hat aber der Beſißer durch ſeine Arbeit und Mühwaltung, dur) feine Verwendungen bey einem Dritten, durch die von einem ſolchen Dritten, ſäiner Werdienſte wegen, erhaltenen Wohlthaten, oder auch nur dur) wirtbſchaftliche Einſchränfungen in dem ihm ſonſt zufommenden Nußungsrechte, eine bleibende Verbeſſerung der Subſtanz bewirkt? ſo muß ihm dieſelbe, nach dem alsdann wirflich beſtehenden Werthe dieſer Verbeſſerung, vergütet werden. A. L. R. Th. 1, Tit, VIL 9.204 f. u. Cit, XI, 6. 393 ff
Melis, war ehedem der Name eines feinen Zuckers aus Maltha, Jett bedeu- tet es eine gute Sorte rafinirter Brodte, die wieder ihre Eintheilungen hat,
Meliſſe. Dieſer Name iſt verſchiede- nen Pflanzen beygelegt worden. Hier wol- len wir nur anführen:
1) ApotdeFermeliſſe mif einfachen Zlumenſtielen, Bienen- Jmmwen- Wutter-Citron- HerzFraut, Honig- blume, Litronmeliſſe, IJvenblatr, Meliſla oficin 1., wird überall in den Gärten unterhalten. Scentel: vierefig, ſtig, 2== 3 F- hoh. HPlätter: läng- lich, gezähnt, gegen über geſtellt, ey- oder mehr herzförmig zugeſpißt, dunkelgrün, oberwärts haaricht, unterwärts mehr glatt. Zlumen: in den Winkeln der Blätter in Trauben, welche aus Quirlen beſtehen, die aus einfachen Stielchen zuſammengeſeßt ſind, weiß, Abart: mit ſcheckigen Blät- tern, die in den Zuſtgärten eine angenehme Maunichfaltigkeit macht, Die Meliſſe ex-
Meliſſe
zieht ſich aus dem Saamen, oder wird Dur) Theilung der Stö>e verinehret. Sie fommt jatt in jedem Boden fort, und ver- langt feine beſondere Wartung. Das Kraut oder die Blätter allein dienen zum medicintichen Gebrauch, Sie haben ei- nen augenehmen Geſchma&, und einen durchdringenden, der-Citrone glcichendeit, Geruch, Man foll ſie im Frühjahre ſam« meln, wenigſtens ehe die Biüthe im Jun, oder Jul, Hervorwriibt, Man grbraucht, nach Werſchiedenheit der Umſtände, das abgezogene Woſſer, oder Del, oder auch die jriſchen abgetro>neten Blätter. Das abgezogene Waſſer wird billig hachgeachfet, es enthält die wirkſamſten Theile, beſon»
ders wenn, ſolches etliche Mal, und wie
Börhaave gethan, 24 mal auf friſches Kraut gegoſſen, und davon abgezogen, oder, wie die Chymiſten ſagen, cohyzobiret worden. Börhaave verſichert, an ſich ſetbſt erfahren zu haben, wie fräftig ein ſolc<es Waſſer ſtärke, wenn man ade Morgen nüchtern efwas davon trinke, und wie ſchwerlich ein Mittel ſey, welches dieſem. Mittel in dex Melancholie, Milzſucht, Bleichſucht, Mutkterbeſchwerung, Herzklopfen und dex gleichen Zufällen gleichkommen dürfte, be- ſonders, wenn dieſe Zufälle mehr von 2i- ner Beunruhigung der Lebensgeiſter, als von einer beſondern ſchädlichen Feuchtig- feit, herrühren, Von dem in den Apo» thefen gewöhnlichen Waſſer wird man ſrey- lich dergleichen Wirkungen nicht verlangen fönnen, doch iſt ſoles nicht ganz zu ver- achten. Man verfertiget auch zweyerley Waſſer, mit und ohne Wein, und das leß- fere, oder Aqua Meliilae vinola iſt dem andern, oder Aqua Meliſſae ſine vino, bil lig vorzuziehen, Das berühmte Carmeli»- terwaſſer, Eau des Carmes, ſoll von der Meliſſe vorzüglich ſeine Kraft und An-
nehm-
ne ſel (iſ un un Oel jede den' Wc rien Me meh die' reiß eder mit ten, der iſt, Mel durc des( ald, noh 2) (jen; odor Etal in fat ig, Biät wieP der 9 weich Puro wird| halten daray: bereit: Seiege En


