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32 Giebel
Wahnwiße, u. dergl. gebrauchet. Sy- denham verſichert, daß dieſes Purgiermit- tel bey der Raſerey, wenn zuvor die Ader geöffnet worden, beſonders nüßlich ſeyz er verordnet ein Quent<en Pulver von der Wurzel in Milch, oder ein Loth von dem mit Wein bereiteten Tranfe zu nehmen, Die in den Apotheken zubereitete Faecula Bryoniae iſt unwirkſam, weil ſie nur der mehlichte oder erdige Theil der Wurzel iſt, welcher zurück bleibt, wenn der Saft ge- reiniget und abgegoſſen worden. Die Wurzel wird auch äußerlich, als ein zer« theilendes und auplöſendes Mittel, ſonder- lich bey Kröpfen, empfohlen. Die friſch
- geſtoßene Wurzel, mit Leinöl vermiſchet, ſoll
das Hüftcweh ſtillen, wenn dieſes laulicht auf den ſchmerzhaften Ort geleget wird, 2) Gefleckte Cretiſche Saunrübe, B. Cretica. Vaterland: Creta; Sten- gel: ſchwa), umher ſchweifend 3 ergrei- fen alles, was ihnen nahe ſtehetz Dlät- ter: groß, handförmig, auf der Oberflä- <e mit warzigen Puncten beſeßtz die Blumen können im Jul, und Aug. zur Blüthe gebracht werden, ihre Srüchte aber, welche eigentlich ihre größte Schön- heit ausmachen., fommen, außer dem Glashauſe,: ſelten zur Vollkommenheit; madchen daſelbſt aber zwiſchen andern Pflan- zen ein artiges Anſehen, indem ſie nach demUnterſchiede der Sorten entweder hoch-
roth, oder weiß, oder geſche>t, und einige.
eyrund, andre rund ſind.
- Giebel, Schießer, iſt bey den
Satteldächern die dreyefichte Mauer oder
“ Wand an dem Ende des Daches.
-Giebeldach, Fronton, ſo wird das niedrige Dach auf dem Vorſprunge eines
Gebäudes'genannr, welches meiſtens in.
der Mitte; odex anch an den CFen eines
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Gift
Hauſes angebracht wird. Es werden auch dergleichen kleine Giebeldächer, oder Fron» tons über die Fenſter und Thüren gemacht, Sie werden auf verſchiedene Art zubereitet: einige ſind dreyeFicht, andere nach einem Zirkeltrumen 3; andere ſind gebrochen, und auf allerley Art geſchweifetz einige gehen oben wie Schnecken zuſammen, und was dergleichen Arten noch mehrere ſind,
Giebelmauer, Schießmauer, iſt die dreyeckichte Mauer, womit der Gie- bel oder Schießer einer Mauer zugeſchloſſen wird.
Giebelſpieß, Giebelſpitze, wer-
den in einem Dache die bis an den Firſt des Daches ſenkrecht ſtehenden Srüßen oder Ständer genannt, auf welchen die Sparren oben ihre Befeſtigung haben,
'Giebelzinne, ſind kleine Bilder«-
ſtühle im Mittel und an den äußern Sei- cen eines Frontiſpice, worauf Bilder oder Gefäße geſeßt werden,
Gießkanne, Sprengkanne, Sprigtkanne, Sprißfaß, Spreng- frug, Sprißkrug, ein bekanntes ble» dyernes Gefäß, in Geſtalt einer großen Kanne, mit einer Röhre und einem trich- terförmigen, durchlöcherten Auffaße, die Gewächſe der Gärten, ingl. die Leinwand auf dex Bleiche, u-ſ- f. damit zu begießen, Man hakt dergleichen auch von Böttcherar- beit; ſie ſind aber weniger, als die blechexs nen, dauerhaft,
Gift, Venenum, darunter verſteht
. man eine Materie oder Subſtanz, welche,
wenn fie in dem thieriſchen Körper wirket, von ſelbigem nicht bezwungen, noch in ih- ren Wirkungen unkräftig gemacht wird, und daher mit Nachtheil der thieriſchen
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