Teil eines Werkes 
3 (1797) Oekonomisches Reallexicon, worinn alles was nach den Theorien und erprobten Erfahrungen der bewährten Oekonomen unsrer Zeit zu wissen nöthig ist in alphabetischer Ordnung zusammengetragen, berichtigt und mit eigenen Zusätzen begleitet wird. 3
Entstehung
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aber, die den Strahl anlo>en, und(ihn nicht vorbey leiten, vermehren die Gefahr. Es ſollte ſich alſo niemand auf dem Feide in einein Heuhaufen, in Korugarben oder davon auſgeſeßte Mandeln oder Stiege, woriian ſo oft zur Aerndtezeit dahin gefl0- hene Menſchen erſchlagen worden, verber- gen 3 auch die Schäfer ſollten nicht in ihre kleine Hutten kriechen. Der beſte Rach wäre, ſich, wo möglich, in ſoichex Ent- fernung und an diejenige Seite Hin zu ſtel- len, daß der. Strahi- eher auf den Baum, als auf den Menſchen falle, aber auch Richt ſo nahe, daß er noch von jenem auf dieien ſpringen könne, Cs. wäre demnach ein Abſtand von etwa 15 oder 20 Fuß vom Stamme ſowohl, als von den unterſten Zweigen zu wählen, weil alsdaun zu ver» muchen iſt, daß ein in der Nähe entſte- hender Wetterſtrahl eher den ſo viel höher hervor ragenden Baum, als den tiefer ſte- henden Menſchen treffen werde. In ei- nem Walde wäre alsdann ein ſolcher Plaß zu nehmen, wo die Bäume, zwiſchen wel- <en man ſich befände, nicht gar zu, nahe an einander ſtänden, um den erforderlichen Zwiſchenraum zu laſſen.

Man weiß aus unzähligen Beyſpielen, daß ungleich mehr Leute unter den Bäu- men, als in Zimmern, oder im freyen Felde, bey Gewittern verunglückt ſind, Die Weidenbäuime haben viel ſpißige Blät- ter, und eine lockere, wäſſerige Subſtanz, folglich ſind ſie dem Donnerwetter ſtark ausgeſeßt. Indeſſen fährt nur ſelten ein Wetterſtrahl mit einer ſolchen Gewalt auf die Weiden, als auf andere ſtarke Bäu- me, theils weil ihm die Weiden durch ihre überflüßige Wäſſerigkeit hinlängliche Ableitung geben, durch ihren ſchwachen Zuſammenhang aber nur geringen Wider- ſtand leiſten, folglich dem Schlage die Ge»

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Getreide

legenheit benehmen, ſich ſo ſehr als an fe- ſtern Bäumen zu verſtärken. Bey gr0o= ßen, von unten bis oben hinaus hohlen Bäumen kommt noch der ſchädliche Luft- zug hinzu, die Gefahr des Aufenthalts un- ter denjelben zu vergrößern.

Wenn fein Baum in der Nähe iſt, ſo möchte man ſich doch auch von Teichen und andern Gewäſſern etwas entfernt haiten, (als zu welchen der Strahl, vermittelſt des menſchlichen Körpers, einen Ueber gang ſuchen könnte) und alsdann ſich lie= ber auf dem Felde niederlegen, als ſikend oder gar ſtehend bleiben.: Man könnte dazu einen hohlen Weg oder eine etwas niedrige Stelle. des Wodens; und zwar auf folche Weiſe, daß der etwa daran ſioßende Hügel oder die Anhöhe der Gegend, woher die Wetterwolte kommt, zugekehrt ſey. Ein Graben aber, an wele chem eine Hecke oder ein Zaun ſieht, iſt eine gefährliche Stelle. Da indeſſen eine ſolc<e 2age mit großer Unbequemlichfeit verfnüpft iſt, und da die im Sommer aus- gehenden Perſonen gemeiniglich keinen Mantel init ſich führen, der ihnen dieſelbe noch in etwas erleichtern könnte: ſo iſt es eben nicht zu verwerfen, wenn einige Nao turforſcher vorgeſchlagen haben, daß man ſich durch einen dazu eingerichteten Regen- ſchirm auch auf dem Felde für Wecterſ<läu- gen ſichern ſolle, Dies nun könnte am kürzeſten geſchehen, wenn man einen ſol- <en Schirm hätte, der aus gewichſtem Seidenzeuge beſtünde, an einem langen ESpaßierſto>e befeſtigt, und mit recht ſtar= fen oder doppelt genommencn ſiſchbeiner- nen Stangen, um dem Sturmwinde wi- derjtehen zu können, verſehen wäre; und wenn man daneben eine breite metallene Treſſe von zureichender Länge bey ſich führte, die man im Nothfalle mic dem el-

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