Teil eines Werkes 
3 (1797) Oekonomisches Reallexicon, worinn alles was nach den Theorien und erprobten Erfahrungen der bewährten Oekonomen unsrer Zeit zu wissen nöthig ist in alphabetischer Ordnung zusammengetragen, berichtigt und mit eigenen Zusätzen begleitet wird. 3
Entstehung
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4.3 SE

Getreide

fährlihen Sprunge des Blites auf die im Wege befindlichen Menſchen geben, Man unterlaſſe alſo, ſich am Ende eines Herunter gehenden Metalls, z. B, einer Strange, eines Klingeldrahts, u.ſ.f. wie auch überhaupt bey abgeſonderten oder durch andere Körper, Holz oder Steine eingeſchloſſenen Stücken Metall zu ibefin- ven, Weniges Metall, welches man bey ſich zu tragen pflegt, kann nicht ſon- derlich gefährlich ſeyn. Ich habe es in meiner Kindheir erlebe, daß der Bliß ei- nem im Schilderhauſe ſtehenden, aber nicht getödtetem Soldaten das an ſeiner Seite ſtehende Gewehr weg ſchlug. Me- tallene Knöpfe, Treſſen u, dergl. würden bey nahen Gewittern eher abzulegen, als am Leibe zu tragen, anzurathen ſeyn.

Die Vorſicht gebietet, bey nächtlichen Gewittern nicht im Bette, oder in dem Schlafzimmer, beſonders wenn mehrere darinn ſchlafen, zu bleiben. Man kleidet ſim an, um bey Vorfällen in und außer dem Hauſe gleich zur Hand zu ſeyn. Man Hat auch hiebey den Rath mietheilen wol- len, ſich ſodann in ganz weißer leinener Kleidung zu halten.

Ehedem hat man geglaubt, ſich in Bet- ten und Kellern wider den Bliß am beſten ſchüßen zu können. Die Unzuverläßigfeit hiervon iſt aber daraus zu erfennen, wenn

man bedenfet, wie gefährlich brennbare-

Dünſte und die Würkungen der Zugluft

ſind. Da man indeß aus mehrmaligen*

Erfahrungen weiß, daß keine Art von Blißen leicht über 2 Zoll tief in die Erde dringt, ſo müſſen doch wohl unterirrdi- ſche, tiefe, aber dabey hauptſächlich ge- gen Zugluft verwahrte, Gewölbe zur Zeit

der über uns ſchwebenden Gewitter eine

Art von Freyſtade ſeyn, Get, Negllexicon HI, Theil.

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Wer ſich auf der Straße befinder, ſtells ſic) ja nicht unter ein Thürgerüſt oder an= dern Schuß, nahe an Wänden und Ge- bäuden, Er gehe entweder in ein Haus hinein, oder bleibe mitten zwiſchen den Häuſern in einer mäßigen Gaſſe, oder auf einem nicht gar zu weitem Plaße, Der Strahl wird alsdann durch die Gebäude aufgefangen, geht an den Wänden zur Er»

de herab, und'erreicht den Menſchen nicht,

daher man nie gehöret hat,- daß die in Städten auf der Straße gehenden, wenn fie nicht, um Schuß zu ſuchen, irgendwo untergetreten ſind, von einem Wetterſtrahl getroffen worden. Sie würden ſich da- ſelbſt in noch größerer Sicherheit befinden, wenn die Häuſer neben ihnen mit bleyer- nen oder blechernen Regenröhren verſehen wären, welche bis zur Erde hinab giengen, und alſo auch den Blitß, der ſich an dem Metalle hält, ohne Schaden herableiten könnten. Hingegen würde es unſicher ſeyn, neben einer Stelle zu ſtehen, wo eine von dem Dache gehende Röhre das Re- genwaſſer niederſtürzt, als welches auch dem Strahl, daſelbſt herab zu fahren, Gelegenheit geben könnte, der, wenn ex unten fein Metall antrifft, leicht auf ei- nen nahe ſtehenden Menſchen ſpringen könnte,

Auf dem Felde iſt man in mehrerer Ver- legenheit, weil es gleich gefährlich wäre, im Freyen zu bleiben, wo keine andere Körper vorhanden ſind, die den Bliß auf- fangen könnten, oder ſich unter einen Baum zu ſtellen, davon ein darauf fallender Strahl abſpringen, und auf den Menſchen zufah- ren könnte. Höhlen und Klüfte in Bergen geben zwar eine ſichere Zuflucht, weil ein daſelbſt fallender Bliß ſchon an dem Um- fange derſelben ſein Ziel erreicht, und ſich in der Erde vertheilet, Hervorragungen

D aber,