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zu ſehen iſt, wie ein etwa darauf fahren- der Wetterſirahl herum laufen, ſchmettern und Sprünge machen könnte, iſt es rach- ſam, ſich von allen Wänden, Winfetn, Pfoſten, Schornſteinen, Oefen und Fouer- heerden entfernt zu halten, und ſich) in die Mitte hoher und geräumiger Zimmer, oder auf den Hausflur zu begeben. Aud) in Bauerhäuſern, wo fleine Zimmer ſind, wäre der Hausflur immer noch der ſicher- ſte Aufenthalt, nur nicht zu nabe beym Wieh oder Feuerheerde, Der Stand ge- gen einen Spiegel kann auch in ziemlicher Entfernung gefährlich werden, Fenſter- ſcheiben pflegen nur von der Erhisung zu zerſpringen, oder von der Plaßung mei- ſtens nach außen hin geſprengt zu werdenz allein das Glas des Spiegels wird von der hintern metallenen Bedeckung abwärts mit großer Gewalt zerſprenget. Auch Fann der Aufenthalt obeh unter dem Dache, wo der Bliß zuerſt einbrechen Fann, zumal bey Sceornſteinen, minder ſicher ſeyn, als anderswo in Häuſern; da Hingegen in dem mitelern und untern Thei- le eines Gebäudes, wo ſich der Strahl ſchon mehr zertheilt hat, weniger zu be- fürchten iſt,+
Das bloſſe Vorbeyſtreichen des Blißes iſt für die Menſchen eben nicht gefährlich, wenn nur der Zuſprung auf den Menſchen ſelbſt, oder eine gar zu nahe Plaßung nicht geſchiehet, Der Bliß macht aber keinen weiten Sprung durch die Luſt auf den Menſchen, ſondern fährt lieber an den Wänden und dem Hausgeräthe herab, „Iſt aber das Zimmer niedrig, ſo möchte der Sprung des Strahls von der Dee über dem menſchlichen K örper zum Fußhbo- den leichter ſeyn, als der Umweg an den Wänden, Cine mir Gyps Überzogene Dee, wo ſolche mit Eiſendraht unterzo-
Gewitter
gen iſt, ſchaffte deswegen mehr Sicherheit, weil der"Sliß dävon nicht mitten ins Zim- mer herab ſpringt, jondern an dem Drah« te zu den Wänden geleitet wird. Der bloſ- ſe Dampf erxftickt nicht leicht, doch wäre es ficherex, in kieinen Zimmern die Thüre offen zu laſſen. Echlägt es aber in ein großes Zimmer ein, ſo werden die Thüren
E
geſchwinde geöffnet, auch wohl die Fen-
ſter, wenn es nict darinn brenner, Brennt es aber in dem Ziminer, ſo wird durch die Zugluft die Flamme verſtärker, und nimmt gar leicht die Oberhand 3 in welchem Falle
es denn nicht rathſam ſeyn könnte, die Fen«-
ſter zu öffnen
Cinige Naturforſcher, z. B. Krüger und Muſchenbröf, haben angerathen, wi- der das Cinſchlagen eigene fleine Hütten zu bauen, und ſich währenden Gewitters darinn aufzuhalten; oder, ein kleines Zim- mer feiner Wohnung mit blauſeidenen Tapeten und Meublen zu verſehen, den Fußboden aber mit Pech zu übergießen. Wem dergleichen Anſtalt zu koſtbar iſt, der kann, beſonders in niedrigen Zimmern, ſich niederlegen, doch nicht auf einem Bett- geſtell mit Pfoſten und Vorhängen, ſon- dern auf einer bloſſen Ruhebank, oder auf einem Zager von Stühlen. Juf dem bloſ- ſen Fußboden zu liegen, würde weniger ſicher ſeyn, weil ſich daſelbſt Stellen fin« den möchten, wo der Bliß auch in einiger Cnefernung von den Wänden durch ein oder andres Metall hingelockt würde, um in das untere Stockwerk durchzubrechen, dergleichen Anlockung auch die Nägel ge- ben fönnten, womit die*Breter im Fuße boden befeſtigt ſind.
Wie das Metall, welches in einer Str2- >e den Bliß neben uns vorbey leitet, zur Sicherheit dienet, ſo kann hingegen unter» brochenes Metall Gelegenheit zu einem ge-
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