Teil eines Werkes 
3 (1797) Oekonomisches Reallexicon, worinn alles was nach den Theorien und erprobten Erfahrungen der bewährten Oekonomen unsrer Zeit zu wissen nöthig ist in alphabetischer Ordnung zusammengetragen, berichtigt und mit eigenen Zusätzen begleitet wird. 3
Entstehung
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16 Beſindeord

gen Verſehen Schaden zu, ſo muß es den- ſelben erſeßen 3 8. 66, wegen geringer Ver- ſehen iſt ein Dienſtbote nur alsdann zum Schadenserſaße verpflichtet, wenn er wi- de? den ausdrücklichen Befehl der Herr- ſchaft gehandelt hat; 4. 67, desgleichen, wenn er ſich) zu ſolchen Arten der Geſchäff- te hat annehmen laſſen, die einen vorzüg- lichen Grad von Auſmerkſamfeit oder Ge- Cchicklichkeit voraus ſeßen 3 9.68. wegen der Entſchädigung, zu welcher ein Dienſt- bote verpflichtet iſt, kann die Herrſchaft an den Lohn deſſelben ſich halten; 5. 69. kann der Schade weder aus rückſtändigem Lohne, noch aus andern Habſeligkeiten des Dienſt- Hoten erſeßt werden, ſo muß er denſelben durch unentgeldliche Dienſtleiſtung auf eine verhältnißmäßige Zeit vergüten; 8. 70, auch außer ſeinen Dienſten iſt das Geſinde ſchuldig, der Herrſchaft Beſtes zu beför- dern, Schaden und Nachtheil aber, ſo viel an ihm iſt, abzuwenden z ß. 71+ bemerkte Untreue des Nebengeſindes iſt es, der Herr- ſchaft anzuzeigen, verbunden; 9. 72. ver- ſchweigt es dieſelbe, ſo muß es für allen Schaden, welcher durch die Anzeige hätte verhütet werden können, bey dem Unver- mögen des Hauptſchuldners, ſelbſt haften; 8. 73. allen häuslichen Tinrichtungen und Anordnungen der Herrſchaft muß das Ge- ſinde ſich unterwerfen; 9. 74- ohne Vor- wiſſen und Genehmigung der Herrſchaft darf es ſich, auch in eignen Angelegenhei- fen, vom Hauſe nicht entfernen; 9. 75. die dazu von dex Herrſchaft gegebene Er- laubniß darf nicht überſchritten werden z 9. 76. die Befehle der Herrſchaft, undihre Verweiſe, muß das Geſinde mit Ehrer- bietung und Beſcheidenheit annehmen; 9. 77. reizt das Geſinde die Herrſchaft dur ungebührliches Betragen zum Zorn, und wird in ſelbigem von ihr mit Scheltworten,

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Geſindeord

oder geringen Thärlichfeiten behandelt, ſo kann es dafür feine gerichtliche Genuge thuung fordern; 8. 75. auch ſolche Aus- drücke oder Handlungen, die zwiſchen an- dern Perſonen als Zeichen der Geringſchä- ßung oder Verachtung anerkannt ſind, bes gründen gegen die Herrſchaft noch nicht die Vermuthung, daß ſie die Ehre des Geſindes dadurch have kränken wollen 3 6. 79. außer dem Falle, wo das Leben oder die Geſundheit des Dienſtboten dur Mißhandlungen der Herrſchaft in gegen- wärtige und unvermeidliche Gefahr gerätt, darf er ſich der Herrſchaft nicht thätig wi« derſeßen; 9. 80. Vergehunzen des Geſins des gegen die Herrſchaft müſſen dur< Ge- fängniß, oder öffentliche Strafarbeit, nach den Grundſäßen des Criminalrechts, ge- ahndet werden; LF. 81. auf die Zeit, durch welche das Geſinde, wegen Erleidung ſol- <er Strafen, ſeine Dienſte nicht verrich- ten kann, iſt die Herrſchaft befugt, diee ſelben durch andere auf deſſen Koſten beſor- gen zu laſſen.

Gute Geſindeordnungen müſſen gleich- falls das Verhalten der Herrſchaften gegen das Geſinde beſtimmen, wie ſolches auch in dem A. L. R. geſchiehet, und wovon unter dem Titel: Herrſchaft, mehreres geſagt werden ſoll.|

Geſindekoſt, die Speiſung des Ge«- ſindes, welche in ihrer Zubereitungsart und übriger Beſchaffenheit gar ſehr von der Herrſchaftskoſt abweichet, Seit der Er- ſcheinung der H. VT. kommen von Meſſe zu Meſſe Kochbücher heraus, welche die Geſindekoſt ganz und gar nicht berührten, va es doch immer als das rechte Meiſter- ſtck einer bewährten Hausmutter zu ach? ten iſt, in der Geſindeſpeiſung weder zu viel, noch zu wenig zu thun, In obge-

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