Geſchlehtsa
Aehnlichfeit der Gattungen; Gäattuntt von der Aehnlichkeit der Arten; Art von der Aehnlichkeit einzelner Dinge gebraucht. Wir haben alſo z. B. dieſes oder jenes Pflanzengeſchlec<ht, dieſes hat wieder ſeine Gattungen, und dieſe wieder ihre Arten,
Geſchlechtsgalter, das Alter, d, i, die gewöhnliche Zeitdauer eines Geſchlechts, d. 1. einer Generation, eines einzelnen Gliedes eines Geſchlechts, wofür man ge» meiniglich 30 oder 33 Jahr annimmt; ein W7enſchenalter. Zuweilen auch die Dauer eines ganzen Geſchlechts,
"Geſchlechtsart, die Art, d. i, die Aehnlichkeit eines Geſchlechts in der wei- teſten Bedeutung; dasjenige, worinn alle Arten und Gattungen überein kommen,
Geſchlechtsregiſter, Geſchlechts- tafel, Genealogie, das Regiſter oder Verzeichniß der einzelnen Glieder eines Geſchlecht3 und ihrer Folge auf einander,
Geſchlechtsſäule, Fr. Colonne gencalogique, eine Säule, woran auf einem umgewundenen Zweig die Namen, Bildniſſe, Wappen und Abſtammungen einer Familie entworfen ſind.
Geſchleif, die Eingänge oder Löcher in einem Dachs- Fuchs- oder Biber- baue,
Geſchlevpv, bey der Jägerey, wenn ein Str ſtark riechenden Luders um einen Wald bis zur Falle, zum Eiſen, oder bis zum Schuß gezogen wird. Trifft nun ein Raubthier auf die Spur des Geſchlepps, ſo eilt es ihm nach, und geräth in die Falle,
Geſchlinge, Geräuſch, Gehsn: ge, Panſchel, iſt, bey Schlächtern
Geſc<lof?
und Jägern, Herz, Leber, Lunge,(auch Milz) von einem geſchlachteten oder erleg= ten Wilde, zuweilen mit Jnbegriſſ des Schlündes, woran dieſe Theile hängen,
Geſchloſſen, wird vom Hirſche ge- ſagt, wenn er langſam gehet, da er näm- lich alsdann die Schalen geſchloſſen zuſam men hält.
Geſchloſſene YArveit, iſt an einem Korbe, wenn das Flechtwerk nicht durch- brochen, ſondern dicht an einander geſü- get iſt.
Geſchloſſene Jagd, rbheils eine Jagd, die mit Zeug umſtellet iſt, theils auch eine gewiſſe Gegend, worinn niemand anders, als der Beſißer, Wild zu ſchieſ- ſen berechtigt iſt. Das leßtere heißt auch ein geſchloſjenes Revier.
Geſchloſſene Zeit, 1) bey der Land- wirtbſchaft, wenn die Aecer, Wieſen, Holzungen und Fiſchwaſſer gehäget wer- den, ſo daß man die drey erſten nicht mit dem Wiehe betreibet, in den leßtorn aber nicht fiſchet, oder darinn Krebſe fängt. Dieſe Zeit wird nach dem Herkommen, oder auch durch Polizeygeſeße verſchiedent- lich nach der Natur dieſer Dinge und der Fandesgegend, beſtinurnet, daher man hier- inn nichts allgemeines ſagen kann, Die Tage: Jacobi, Georgii, Vlariä, Walpurgis, Michaelis, Ülartini ſind in diejer Abſicht beſonders merkwürdi- ge Zeiten, wornach ſich der Landwirth in jeder Gegend erfundigen und halten muß. Bey den gewöhnlichen Hüthungspläßen, die nicht aus einer beſondern Wirchichafts- urſache, wohin z. B.-der junge Aufſchlag in den Wäldern und Maſthölzern zu rech- nen iſt, gänzlich geſchonet werden müſſen, gebet die geſchloſſene Zeit nach allgemei«
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