Teil eines Werkes 
2 (1796) Oekonomisches Reallexicon, worinn alles was nach den Theorien und erprobten Erfahrungen der bewährten Oekonomen unsrer Zeit zu wissen nöthig ist in alphabetischer Ordnung zusammengetragen, berichtigt und mit eigenen Zusätzen begleitet wird. 2
Entstehung
Seite
553
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Gerſte

laſſen. Freylich iſt es nicht zu leugnen, daß der Hederichſaame mehrere Jahre hin- durch in der Erde gleichſam ſchlafen kann, und durch das Umpflügen des Erdreichs aufzeweckt wird 3 auch iſt es nicht zu leug- nen, daß die jekt erwähnte Verfahrungs- weiſe dem Zugviehe da zuträglich ſeyn fönne, wo es auf der Weide, nach voll- brachter Beſtellung des Winterfeldes, we- nig mehr zu leben findet, oder das ſpäte Herbſtgras befanntermaaßen außer Kraft iſt, u1d das Weidevieh matt werden läßt; da hingegen die zu Ausgange des Winters angefangene Acerarbeit gut ausgefütter- tes, und daher beſſer aushaltendes Zug- vieh finde. Es kann aber doch nicht im- mer und überall nach Beſchaffenheit des Bodens und der, zu mancherley Ackerbe- ſtellungen übrigen, Zeit gerathen ſeyn, das Stürzen des Gerſtenackers ſo ſpät zu un- fernehmen. Ueberhaupt muß man wiſ- ſen, daß ein leichter Mittelboden ſich hier- zu mehr, als ein ſchwerer, ſchi>e, und daß der Hederichſaame, wenn er aufgelo» >ertes Erdräch findet, feucht oben auf zu liegen fommt, und an einem trocknen Ta- ge von der heißen Sonne beſchienen wird, aufplaßet, uhd hiemit zum Auf- und Fort- gehen untüchtig gemacht wird, welches zur Zeit von den wenigſten Wirthen beobach» tet, und davon der ſchickliche Gebrauch ge- macht werden können, als wovon unter dem Artikel: Hederich, mehr geſagt werden ſoll.

In der Mark Brandenburg bindet man ſic) to genau nicht mit der Einſaat der klei- nen Gerſte an dea erſten Tagen des Brach- monaths 3 man wartet damit gern auf troXene Witterung, und ſieht es gern, wenn nach) der Einſaat noch etwa drey trockne oder heiße Tage folgen, weil ſo- dann nur wenig Hederich mit qufgehet.

Wet, Regllexicon 11, Theil,

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Gerſte 553.

In kleinen Wirchſchaften läßt ſich dieſes auch gut ausführen 3; wo aber auf großen Gürern damit Wochen lang zugebracht werden muß, da kann die einmal ange- fangene Einſäung der Gerſte bey hinzu kommendem Regen nicht wohl unterbro«

-<en und aufgeſchoben werden. Hier kann es nun leicht geſchehen, daß das Erdreich

von Gewitter- oder Plaßregen zu feſt ge- ſchlagen, und das egale Aufgehen der Saat verhindert, oder ein Theil derſelben ganz und gar am Aufgehen gehindert wird, In dieſem Falle nun iſt nichts beſſers zu thun, als das Land mit leichten Eggen, die nach Beſchaffenheit des Bodens wohl nur hölzerne Zähne oder Zinfen haben dür- fen. zu überziehen, hiemit die Kruſte oder den Schorf des Landes zu krennen, und alſo dem ausgefeimten Saamen den Durch» bruch über die Erde heraus zu verſchaf- fen.

Es fann bey dürrer Saatzeit vielmals geſchehen, daß die Gerſte, aus Mangel der nöchigen Feuchtigkeit, zum Theil gar nicht zum Aus- und Fortfeimen gelangen, und daher nicht eher aufgehen kann, als bis ſpätere Regen hinten drein kommen, und ſolche zweywüchſig machen. Hier muß nun der daraus entſtehen könnende Echaden ſo verhütet werden, daß die Ger- ſte in den Thau, d.i. gegen den Abend, geſäet, und, wenn ſie des Nachts wohl bes thauet worden, in den Frühſtunden des folgenden Tages untergepflüget werde. Es muß aber hiemit eben des Tages auf- gehöret werden, ehe der Thau wieder ab- getrocknet iſt, weil ſonſt keine egale Saat erhalten werden kann, Es geht freylich in ſolchem Falle mehr Zeit darauf, aber der Mehrgewinnſt an Stroh und Körnern iſt dafür der reichlichſte Erſas. Noch iſt hiebey zu gedenfen, daß manche Wirthe

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