Teil eines Werkes 
2 (1796) Oekonomisches Reallexicon, worinn alles was nach den Theorien und erprobten Erfahrungen der bewährten Oekonomen unsrer Zeit zu wissen nöthig ist in alphabetischer Ordnung zusammengetragen, berichtigt und mit eigenen Zusätzen begleitet wird. 2
Entstehung
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Gerſte

im der Aehre weit feſter. Ueberdieß haben die Aehren der vierzeiligen Gerſte weit mehrere Berührungspuncte, als die der zweyzeiligen, und können daher auch eher, als bey dieſer, durch das Schwanken und Aneinanderſtoßen der Halme bey großen - Sturmwinden abgerieben werden,( Hier- Wider iſt nun eben nichts zu ſagen; die große Gerſte leidet doch) aber auch nicht wenig, wenn ſtarke Sturmwinde einige Tage hindurch anhalten, eben ſo wie die- ſes auch dem Weizen widerfährt. es aber der fleinen Gerſte mehrmals be- gegnet, voin Sturmwinde abgebrochen zu werden, kömmt daher, weil die meiſten anhaltenden Sturmwinde nach der Mitte des Auguſts, da dieſe Gerſte noch auf dem Halme iſt, einzufallen pflegen.)

Die große Gerſte verlangt einen beſſern Boden, als die kleine, und dieſe wenig- ſtens einen guten Mittelboden, auf wel- ehem, wo nicht Weizen, doch wenigſtens guter Roggen, erbauet wird. Jſt daher der Boden zu ſchlecht, ſo iſt es ſicherer, Haber darauf zu bringen, weil die Gerſte zwar aufgehet, aber keine Kraft zum Fort- wachſen hat; ja, ſie kömmt gar nicht von der Erde in vie Höhe, wenn. der Regen ausbleibt. Ueberhaupt liebet die Gerſte faſt in jedem Boden mehr Näſſe als Döärrez allein den Ueberſluß kann fie dech aud) nicht vertragen, ſie wird, wenn zus- mal feine warme Wirterung dabey itt, bald gelb, und dadurch in ihrem Gedeihen an Stroh und Körnern gehindert. Ein fetter ſchwarzer Boden iſt der Frühgerſte am zuträglichſten 3 iſt er aber zu tief lie- gend, und in der Saak- und folgenden Fruüblingszeit zu naß, fo muß man die Ausfaat entweder erſt im May unterneh- men, oder lieber kleine Gerſte im Jun. darauj gusſaen. Zn einem thonigen 4er,

Daß

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der ſonſt noc) wohl zum Weizen gut iſt, will ſie auch nicht wohl einſchlagen, Ein mit Sand vermiſchter lehmiger Boden iſt für beyde Sorten Gerſte, ſowohl für die große, als auch kleine, der beſte, indem dieſe Art des Bodens die Feuchtigkeiten weder zu geſchwind, noch zu langſam durchläßt, indem die Gerſte weder zu viel noch zu wenig Näſſe haben will.

Ob die Gerſte in ſriſchem Miſte zu bauen ſey, ſolches muß lediglich das Lokal ent- ſcheiden. Acer, der'zuvor zum Winter- getreide gut gedünget worden, und noch von daher in guter Beſſerung iſt, kann wohl des Düngers entbehren, und man muß es auf die Erfahrung jeden Orts be- ruhen laſſen, was in dieſer Hinſicht zu thun oder zu unterlaſſen iſt, Jn den mei«- ſten Gegenden, wo kleine Gerſte die einzi- ge Sorte iſt, pflegt man größtentheils nicht zu düngen, und doch gute Gerſte zu erbauen, als welches wohl hauptſächlich der dieſer Frucht zukommenden eignen DBaucrt zuzuſchreiben iſt, Denn da zur kleinen Gerſte entweder im ſpäten Herbſte, oder in der erſten Frühlingszeit erſt geſtür» zet, im May gewendet, und anfangs Ju» nii zur Saat gepflüget wird, ſo genießet dieje Gerſtenerde des beſten Einfluſſes der tuftſalze, mittelſt der Sonnenwärme, des wärmern Regens, und beſonders des fruchtbaren Maythaues, denen ſie ganz geöffnet darkiegt, Dieſerhalb behaupten diejenigen 2andwirthe, welche beyderley Gerſte an einem und eben demſelben Orte bauen oder gebauet haben, daß die große Gerſte den A>er mehr ausfauge, als die

Fietne, d,i. der Accer der großen Gerſte

veriangt mehr Unterftüßung von Dünger, als dex zu der kieinen Gerſte gebrauchte (>er,

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