Teil eines Werkes 
2 (1796) Oekonomisches Reallexicon, worinn alles was nach den Theorien und erprobten Erfahrungen der bewährten Oekonomen unsrer Zeit zu wissen nöthig ist in alphabetischer Ordnung zusammengetragen, berichtigt und mit eigenen Zusätzen begleitet wird. 2
Entstehung
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946 Genuüßj

zwiſchen andern ſehr niedrigen Sträuchern eine auserleſene Verzierung; ſie haben je» doch auch auf die Aufnahme in große Blu- mengärten einen nicht minder gegründeten

Anſpruch,

Genußjagen, Genießjagen, iſ

das erſtere Feiſtjagen, welches gehalten wird, Einige nennen auch das: Genußja- gen, wenn man die Hunde genoſſen macht.

Gepfneiſch, Pfneiſchen, der An- theil, welcher den Jagdhunden von dem gefällten Wilde gegeben wird.

Gepreßtes Leder, dieſes wird von dem Sattler zu den feinſten Engliſchen Satteln gebraucht, und das feinnarbigſte Fahlleder hiezu genommen. Es wird mit Waſſer und Roſinſtroh nach dem Kris- peln gewaſchen, aber nicht platt und blank geſtoßen,

Gerade FenſFer, Fenſter mit geradem Sturz, alle große Fenſter, «deren oberer Sturz oder Schluß mit keinem Bogen geſchloſſen, ſondern gerade iſt. Sie geben das meiſte Licht, und werden daher auch am gewöhnlichſten angebracht,

Gerade Kappfenſter, Dachfen- ſter, deren Schuß gerade, und folglich das ganze Fenſter gleichſeitig iſt.

Gerade Nuth, iſt bey den Tiſch- lern diejenige Verbindung zweyer Bretter, die durch gevierte Einſchnitte bis auf die halbe Holzdicke, oder mit Zapfen und Za- pfenlöchern, gemacht wird.

Gerader Bohrer, Löffelbohrer, ein Bohrer, deſſen Schneiden nach einer geraden Linie fortgehen, und deren Spike

die Geſtalt eines ſtark ausgehöhlten Löffels hät, im Gegenſaß des Schneenbohrers,

Gerberſt

Dieſes Bohrers bedienet ſich beſonders dex Pumpenmacher und auch der Zimmermann, damit tief ins Holz einzubohren. Die Bohrer dieſer Art, womit der Pumpen- macher die Pumpen zum zweytenmal aus» geboyret hat, haben auf der Spikße einen Haken, der die Späne heraus ziehet, Man theilet dieſe"Bohrer wieder in Xins= und Zweypſchneider ab,

Geräumte, bey der Forſt» und 2andwirthſchaft, ein durch Wegräumung des Holzes zu Aer gemachtes Stück Wal- dung. Bey der Jägerey iſt ein TeiGunte ter Stellweg, Lauf, Äbjagungs» flügel, Durchbieb, Richtwetu. fw. ein zum Behuf der Jagd im Walde ge> hauener Weg,

Geräuſche, Beuſchel, Aufbruch, Lunze, beſteht, überhaupt genommen, in Panzer und Wanſt eines Wildes, welches beym zahmen Vieh das Geſchlinte oder Gebänte iſt, Sever, Herz und Lunge gehöret eigentlich aber nur zum Geräuſche, das übrige zum Aufbruch. Nach altem Herkommen gehöret das Geräuſche dem Jäger,. WII:

Gerben, Gärben, die Haut oder das Fell eines Thieres ſo zurichten. daß ſie nicht mehr in die Fautnit übergeben, ſon= dern ungehindert zu Kleidungsſtücken und andern nöchigen und bequemen Dingen ges braucht werden kann.

Gerberbaum, ſj, Sumach.

Gerberſt: auch, myrthenblät- friger Gerverbanmm, kleine MNichtl- baum, auch uner dem Namen: Re- doul, Redou, Rondou befannt, der aber mit dem Gerverbaum, oder Suinach niche zu verwechſeln iſt, Coriaria myrtifolia k,.

Diebe