Teil eines Werkes 
2 (1796) Oekonomisches Reallexicon, worinn alles was nach den Theorien und erprobten Erfahrungen der bewährten Oekonomen unsrer Zeit zu wissen nöthig ist in alphabetischer Ordnung zusammengetragen, berichtigt und mit eigenen Zusätzen begleitet wird. 2
Entstehung
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"Geißt

goldgelbe Krone machen ein ſchönes und"

auffallendes Anſehen. Er fänn keinen ſehr ſtrengen Froſt ertragen, und muß al- ſo in den Luſigebüſchen einen troc>nen Bo» den, und eine gut geſchüßte Lage haben.

5) Oeſterreichiſcher oder Tatari- ſcher immergrüner Cyriſus, C. Au- ſtriacus, hat an den Enden der Zweige die<<lume in dichten doldenförmigen Köpf- <en, unter deren jedem ſich ein Büſchel von Blättern findet, glänzend oder. licht: gelb; im May; hinterlaſſen bisweilen kurze wollige Hülſen.

- Dieſe Sorten laſſen ſich alle aus Saa- Men, welcher in März. in gemeine Garten- erve geſäet wird, und binnen 6=- 7 Wo- chen aufgebet, erziehen, und einige ſich auch durch Zweige vermehren,

B. Sar die Blumentärten:

1) Tiiedrigter Geißklee, C. ſupinus; Stämine: ſchwach, dünn, kaum 1 Fuß lang, ohne Unterſtüßung am Boden lie- gend» MBlumen: auf den Enden der Zweige, in kleinen doldenförmigen Köpf- chen, hochzelb, haben einen Büſchel von Blättern unter ſich, im Jun,

2) Silberweißer Cyriſus, C. ar genteus. Dareriand: Languedoc, Krain, Strämme:. ſchwach, darnieder liegend, wenig über 6 Z. lang. Blätter; flein, lanzettförmig, filzig, ſilberweiß, die'Blät- teranjäße klein; Dimen: blaßgelb.

-- 3) Griechiſcher, oder LeinfFraut-

bläitriger Cyriſus, C. Graecus. 40 me: holzig, dünn, winklich, die Zweige ſchwach und viere>ig. Dieſe 3 Pflanzen, welche in einem tronen und warmen'Bo- den, und in einer ſüdlichen, gut geſchükten

Lage ſteben müſſen, geben größtentheils

im Herbſie. reiſen Sgaamen, nur aber nicht

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iit' einem ſehr naſſen Sommer, weshalb einige zum Saamengewinnſte beſtimmte Pflänzen unter gläſerne Glocken gehalten werden mſſen, weil der Saame dann, wofern nicht der Sommer äußerſt falt und ungünſtig iſt, zur Reife zu kommen" pfiegt. Der Saame wird im Frühjahre' gleich an Ort und Strelle geſäet.

- Geißraute, Fleckenkraut, Zie- genraute, Petechienkraut, Gän-: ſexraut 1c, Galega officinalis L; Vaterland: Spanien, Jtalien, Afrika, Wurzel: dic, weiß, viele ſtarke Faſern; Blätter: gefiedert, aus 6= 7 Paar und* einemeinzeinen lanzettförmigen, ſchnurge- raden nackten Blättchen zuſammen geſeßt; Ziumen: aus den Winkeln der Blätter,- in Aehren, ſchmetterlingsförmig, blaßblau,-

im Jun, Hülſen: lang, rund, ſchnur gerade, aufrecht; ESaamenz reif im! Auguſt, SE

Abarten: a) mit.weißen, b) mit-ges' ſtreiften,) mit größern und längern Blu»? menähren, und dicfern Hülſen, Dieſe Verzierungspflanzen ſind dauerhaft, und" madyen mit ihren Blumen ein vortreffli=" des Anſehen. Der Saame fällt aus, und» pflanzt ſich in Menge fort, Wenn man ſie aber für die Officinen zieher, ſo müſſen" die Pflanzen in einem 2 Spadenſtiche tief? gegrabenen guten Boden, 12 Fuß weit,- verpflanzt werden, Die Blätter und? Wurzeln haben einen ſchleimichten, bitter lichen Geſchmack 3; jeßt machen aber die Aerzte ſelten einigen. Gebraych von dieſer' Pflanze, da ſie ehemals als ein Gegengift wider die Fleck- und andern anhaltenden Fieber, die fallende Sucht und Wür»- mer angerühmet ward. Neuerlich iſt die-' ſe Pflanze auch als ein Futterfraut von" einigen vorgeſchlagen worden 3; wenn nur"

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