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die Stengel und Aeſte nicht zu holzig wären..
Gelbſuchk, eine Kranfheit, die mehr bey den Schaafen,, als bey andern Thieren, vorfömmt. Sie wird an den gelben Au- gen erfanut 3; wenn ſie zu ſehr überhand nimmt, kömmt auch wohl an den Lippen die gelbe Farbe zum Vorſchein. In naſ- ſen Jahren und niedrigen feuchten Feldern und Wieſen erzeuget ſich gern dieſer Zufall, beſonders bey ſolchen Schaafen, die im Winter nick mit Heu hinreichend ausge- füttert werden können, und nach geendig-
tem Winter ganz magex auf die Weide
kommen, Man rühmt dawider eine Mi- ſchung aus zwey Pfunden Salz und einem halben Pfunde getrockneten und pulveriſir- ten Wermuth, oder Salbey und Thymian zu einex Anzahl von 64 Schaafen, wovon bey ausbrechender Krankheit den geſunden Scaafen dreymal die Woche, den kran- ken abex täglich ein 2oth mit der Hand ein- gegeben wird, Die nächſte Urſache der Kranfheit iſt aber- in den: ſo genannten Schaafegeln oder Würmern zu finden, die bald in größerer/ hald in'geringerer Men- ge in der Leber vorhanden ſind, die Gallen- gänge mehr oder-weniger verſtopfen, und darnach die Krankheit mehr oder weniger gefährlich machen.- Mit der Gelbſucht vereiniger ſich vielmals eine Diarrhöe, nod) öfrer aber eine rödtliche Waſſerſucht, Mir hat es ſeit mehr als 39 Jahren nie gefehlet 7 mit Knoblauch, welcher den Schaafen im erſten Frühlinge häufig in die Krippen gegeben wierd, oder wenn man Knoblauchſaamen auf einen ſchlechten Fleck im Felde ausſäet, und dieſen Knoblauch von den Schaafen abweiden läßt, der Krank- heit vorzubeugen, oder» wenn ſie ſchon gegenwärtig war, ſie aus dem Grunde zu
Gemeinſ
heilen: Wenn bey mir naſſe Jahre ſind, und von den tiefen Wieſen das Schaafheu nicht recht trsFen eingebracht werden fann, iſt dieſe Gelbſucht mehrmal bey einigen Schaafen zum Vorſchein gekommen,
Gemauerte Säitie, iſt eine ſolche, die von allerley Steinen und Kalf zuſams men geſeßt und übertünchet wird.
Gemeinſchaftliche Mauer, iſt die Mauer zwiſchen zween Nachbaren, welche beyden zuſtändig iſt, Sie wird aus verſchiedenen Kennzeichen erfanntz z, B. wenn in der Mauer zu beyden Seiten ordentliche Saßlöcher, Füllungen, Pfeie lex, Bögen, Wölbungen, Wandſchränus- ke und Verbindungen ſich zeigen, ſo iſt ſol» <e Mauer für gemeinſchaftlich zu halten,
Vom Gebrauche einer gemeinſchaftli- <en Mauer wird im A. 2, R, Th.1, Tit. VIII, 4.133ff. folgendes verordnet;: Back- Brenn- oder Schmelzöfen und Feuerheer» de können an der gemeinſchaftlichen, oder dem Nachbar gehörenden Scheidewand, ohne deſſelben Bewilligung, nicht ange- legt werdey., Dagegen iſt ein jeder an der gemeinſchaftlichen Mauer, auch ohne be= ſondre Rückfrage mit dem Nachbar, Schornſteine anzulegen, wohl befugt. Eine gemeinſchaftliche Mauer kann jeder Nachbax an ſeinex Seite bis zur Hälfte der Die zu ſeinem Nußen gebrauchen, in ſs fern dein Gebäude dadurch ſelbſt kein Nachtheil geſchieht; doch müſſen“ Wand- ſchränfe und andere dergleichen Anlagen in einer ſolchen Mauer dergeſtalt einges richtet werden, daß ſie nicht auf diejeni- gen treffen, welche der Nachbar auf dex
entgegen ſtehenden Seite bereits angelegt-
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