Teil eines Werkes 
2 (1796) Oekonomisches Reallexicon, worinn alles was nach den Theorien und erprobten Erfahrungen der bewährten Oekonomen unsrer Zeit zu wissen nöthig ist in alphabetischer Ordnung zusammengetragen, berichtigt und mit eigenen Zusätzen begleitet wird. 2
Entstehung
Seite
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übel gewartetem Brodtforne hat, wenn es nämlich im April nicht fleißig auf dem Kornboden umgeſchüppet, und daher mul- fricht riechend geworden iſt, oder in dem auf dem Felde ausgewachſenen oder nicht trocken genug eingefahrnen? Getreide; itt- gleichen, wenn der Teig nicht genugſam aufgegangen, oder der Ofen zu wetit beiß geweſen iſt, Die meiſte Zeit äber iſt der. Sauerteig ſelbſt auf dem Lande Sculd daran, wenn das halbe Gebä> vor der Zeit vom Schimmel ängegriffen wird 3; wobey, wenn ein Verſehen mit dem Sauerteige vorgefallen, nichts an- ders zu thun iſt, als daß die am meiſten angeſchimmelten WBrodte klein gebrockt, die Brocken zum Trocknen in die Sonne geſtellte, und zum Gebrauch) für die Sup- ven aufbewahret werden. Wie aber das

zu frühe Schimmeln(vielmals ſchimmelt,

ſchon zur Aerndtezeit vas Gebä>, wenn es 3== 4 Tage alt iſt) zu verhüten, davon iſt der an ſeinem Orke ſicehende Artikel: Schimmel, nachzuleſen.

Gebälk, Hauptgeſims, Franz. Entablement, iſt der oberſte Theil in den Säulenordnungenz; er beſieht aus dem Unterbalken, Borten und Kranze,

Gebannter Hau, gebanntes Gehäue, iſt beym Forſtweſen ein wohl- beſteckter Schlag, d, i, ein Schlag oder Gehäge, ſo auf eine oder die andre Art ausgezeichnet iſt, daß es auf ally? Art ge- ſchonet werden ſoll, damit das junge Holz auſwachſe. Jn hieſiger Gegend beißt es; Schonuntt,

Gebieth, Steig, Mühlengerüſt, iſt in den Windmühlen das Gerüſt, unter welchem das Kammrad, Trilling, Steig 1. dergl, ſich befindet 3; oberhalb demſelben

Gebinde

aber haben die Mühlſteine mit den Steins riegeln, Stelzen und der Goſſe ihren Plaß. Es beſtehet dieſes Gerüſt aus den ſo genannten Docken, welche unten in den Hausbaum, und oben in das Queer» holz(2aune) eingezapft ſind, und noch aus andern Stücken mehr.

Gebinde, Gebünde, Gebund, Fiße, iſt 1) bey der Spinnerey, wenn das geſponnene Garn abgehaſzelt oder abs geweifet wird, diejenige Anzahl Fäden, welche um die Weife oder den Haſpel her- um gewickelt, und durch das Binden mit einem beſondern Faden von den übrigen Gebinden abgeſondert werden, Wie vie- le ſolder Fäden in einem Gebinde find, darinne ſtimmen nicht alle Länder und Or- te überein, An einigen Orten machen

20 Fäden, an andern wieder 40 Fäden,

wie in hieſiger Gegend, ein Gebind, Verſchiedene ſolcher Gebinde machen als- dann eine Strehne oder ein Stück aus, manchmal z0, zuweilen auch 18=-20 Gedind, wie es jeden Orts gebräuchlich oder geſeklich iſt, Jede eirßelne Umwi- deiung des Garns einmal ganz um den Haſpel heißt aber in dieſem Fall ein Fas den; 2) bey dem Böttcher heißt alles Faß- wert ein Gebinde,

Gebinde, Gebind, 1) alles verei«- nigte Holzwerk zwiſchen zween Stühlen oder Säulen in jedem Stockwerk nach der ganzen Liefe des Gebäudes genommen z aber nur bey hölzernen Gebäuden. Ge- meiniglich wird mit dem Zimmermanne das Gebäude nach ſo und ſo viel Gebinden verdungen, ſo wie man lagt: es iſt ein Haus von 10, 12 Gebind u. ſf. w. 2) Bey einem liegenden Dachſtuhle alle Spar- ren, die bios durch den Kehlbalfen und

Dach-

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