Teil eines Werkes 
2 (1796) Oekonomisches Reallexicon, worinn alles was nach den Theorien und erprobten Erfahrungen der bewährten Oekonomen unsrer Zeit zu wissen nöthig ist in alphabetischer Ordnung zusammengetragen, berichtigt und mit eigenen Zusätzen begleitet wird. 2
Entstehung
Seite
529
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11e, C. parviflgra,

Gäau<hb

Schoten: lang, elaſtiſch, ſpringen,

wenn ſie berühret werden, auf, und ſpren- gen den Saamen mit großer Heftigkeic rings umher. aus, welcher auch leicht von ſelbſt aufgehet, und neue Pflanzen giebt,

5) Kleinblümichte. Gauchbiu- Vaterland: Eu- ropa 3 wird.düſth/ den Saamen leicht fort- gepflanzet. Sie iſt der yorhergehenden in vielen ähnlich; läßt ſich aber durch den fürzern, weniger e&ichten Stengel, die mangelnden Blattanſäße, die lanzenför- mig ſtumpfen, nicht eingeferbten Blätter, die wirklich gegenwärtizen Blumenblätter,

fürzern Staubfäden,unb kürzern aufrecht.

ſtehenden Schoten unterſcheiden.

6) Steifborſtige oder rauche Ganchblume, C. birſuta.- Vater: land: Europa, zwiſchen den'Gebäitu in' Gärten, auf den Aeckern 3 eine niedrl| ge Pflanze. Blätter: gefiedert. Sten» exel und Dlätrer: ſteifborſtig. ZBly- men: mit 4-Staubfäden. Schoten: etwas lang, gedrehet.

7) Qriechiſche'u. ſ. w., C. grae- ca... Eifte Geine Pflanze von nicht ſonder- licher Schönheit, Blätter: gefiedert, die Blättchen hand- und gleichförmig,-ge- ſtiel. Blumen: klein,. Schoten: lang, ſ<mal. Bechſträdt führet N. 4. u. 6. als ſolche auf, die an ſchattigen und ſchlechten Orten in den ſchönſten Gärten einen Plaß verdienen, und nur vom Un- kraute rein gehalten» werden müſſen. C. graeca, eine verzierende Pflanze, kann, wie ZDuekP ſchreibt, ſogleich) an Ort und Stelle geſaet werven. Die mehrern Arten dieſer Pflanzengattung werden hier als ausländiſche und weniger befannte über« gangen.|

Gef, Negilexicon Il, Theil.

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Gauchh 524

Gauchheil, Anagallis. Zu die ſer Pflanzengattung werden gerechnet:

1) Gemeiner oder Acker- Gauche beil, ZSünerdarm, Wiere, Heile Seiſig« Colmar- Vogel- Vernunft- Fraut, Grunddeil, 1tarrenbeil, Wuchbfraut, Anagallis arvenſis L,, wächſt häufig in Gärten und auf dem Aer, Stentzel; niedrig, wenige, glatt, viereckig, hohl, darniederliegend, blaßgrün, Blätter: eyrund, ungetheilt, ohne Stel, paarweiſe einander gegen über ſtehbhd.*" S!lumen: aus den Winkeln der Blätter, auf langen Stielen, aus ei- nem abſtehenden, ſehr ſchön in 5 Theile eingeſchnittenen Blatte beſtehend, blühen faſt in alien Sommermonathen, Sag- men: in kugligen Kapſeln. Die in dent Mittelpunkte der Blume ſtehenden Staub-

- fäven ſind kur; und en'verſelben zu = großen Zierde, Die Sorten ſind:

rother, weißer, und purpurrotber; auch iſt blauer Gauchheil als eine Abe art bekannt, Der rothe Gauchheil iſt ein in unſern Gärten ſehr bekanntes Unkfrautz

+ da aber die übrigen Sorten, welche fleine ſchöne Blumen häben- vielgztiebhaber fin- den, ſo werden ſie von ihnen ſorgfältig une terhalten, und der Saame einer jeden der- ſelben wird mit Fleiß beſonders aufgenom: men, 5 An und für ſich ſelbſt giebt ſonſt die rothe Sorte den übrigen an' Schönheit nichts nach; nur weil ſie ſo gemein iſt, wird ſie nicht geachtet,

2) Breirblärtriger Gauchbeil,

A, 1atifolia. Vaterland: Spanien, Blätter: glatt, breit, herzförmig, mit der Grundfläche den Stengel umfaſſend, Zlumen: aus den Winkeln der Blätter, einzeln, auf nackten, vunden Stielen, im Jun,, Jul, imd Aug., groß, blau. App S= Sag-

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