Teil eines Werkes 
2 (1796) Oekonomisches Reallexicon, worinn alles was nach den Theorien und erprobten Erfahrungen der bewährten Oekonomen unsrer Zeit zu wissen nöthig ist in alphabetischer Ordnung zusammengetragen, berichtigt und mit eigenen Zusätzen begleitet wird. 2
Entstehung
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Gäauchblume, Cardamine, Schaumfraut, Wieſen- oder Berg oder braune, oder wide Kreſſe, Die Arten dieſer Gattung ſind niedrige, frautartige, theils perennixende Blumen- pflanzen zur Verzierung der Luſtgärten, unter denen die erſte eine vorzügliche Ach- tung verdienet, theils einjährige, nur zu großen Pflanzenſammlungen ſchickliche Pflanzen, mit vierblättrigen kreuzförmi- - gen Blumen. Zu den perennirenden Arten gehören: Ja 24

1) Wieſengauchblume, Wie- ſenſchaummk?Prant, insgemein: Wieſen- . Ereßſe genannt, auch Guckguks- oder Gauchblume, C. pratenſis L.. Va. terland: Europa auf wäſſerigen Triften. Wurzel:z,friechend,, zaſerig. Blätrer: viele auf' dem Böden umher ausgebreitet, geſtederf, die Blättchen, der auf der Wur- zel, rundlich, und der, an den Stengeln, lanzettförmig. Stengel: mehrere, klein, 3 F. hom. MPDlumen: viele, weiß, im - May und Jun. Man hat hievon Abar- ten mit einfachen purpyrrothen; mit gefüllten weißen; mit großen gefüll- ten purpurrorhen Blumen; und gro- ße rundbläccerige Wiieſenkreſſe.

Die einfoc<he weiße Sorte iſt imMay auf

- unſern Wieſen bäuſig, und wird alſo nicht leicht. in die Gärten augenommen, ſon- dern.nur die von ihr ent/prungenen Abar- ten, unter denen die mit gefüllten Blu- men höchſt verzierend ſind, und ſich alſo für die Blumenrabacten ſehr gut ſchicken. - Sie kommen zwar überall fort, blühen aber auf feuchten, ſchattigen Pläßen gewöhn: lid) größer, ſchöner und länger» Die ganze Pflanze iſt auf dem Felde, zumal weun ſie jung und grün, dem Viehe, be- fonders den Schagfen, angenehm; die

Gau<hb

Pferde aber übergehen ſie gemeiniglich. Man hat die jungen Blätter wider den Scharbo> gerühmer, und der Brunnen- freſſe gleich ſchäßen wollen, Doch iſt die- ſe weit kräftiger.

3) Way- oder Reſedeblättrittes u. ſw., C. Reſedifolia. PVaierlgid: die Alpen, Deutſchland. Sitter: die untern ungetheilt, eyrund, die obern Trey- lappig und«efiedert. Srencgei: 1 Fuß bo<. MAlumen: wenige.

3) Hitrere Gauchbluime, bitte- re Rreſje, bitreres Schaumkraur, C. amaral. Waterland: das nördliche Euvopa in den Wäldern. Biätcter: ge» fiedert, die Blätcchen rundlich, winklich. Stengel: zwar aufrechtſtehend, aus dem Winkel der Blätter Ausläufer treibend, als:qpodurch ſic) dieſe Art von allen übri- genaunterſcheidet, Wenn aber dieſe nicht

' zugegen ſind, kann man ſelbige von der

Wieſengauchblume durch die breitern, rundlichten, eckichten und dreyzackichten Blättchen, und von der Brunnenkreſſe, mit welcher ſie, den Blättern und dem Ge-

*ſchmace nach, übereinfömmt, doch die

größere"Blume unterſcheiden. Blumen: auf den Stengeln, wenige, mäßig groß. Schoten: lang. Man hat hievon eine Abart mit gefüllten Blumen, welche ſehr geſucht wird,-

Unter die einjährigen Arten wer- den gerechnet:

4) Springganchblume, Sprinc- ſchaumkrant, Sprinzgkreſſe, oft Noli me tangere genannt, C. impatiensL, in den Wäldern am Fuße der Berge. Stengel: 1 F. hom. Blärter:. gefiee dert, die Blättchen 3-=-4mal eingeſchnit- ten, mit Blattanſäßen verſehen. Bly- men: entweder ganz ohiie, oder doch mit ſehr kleinen Blumenblättern, weiß. Scho-

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