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Gäauchblume, Cardamine, Schaumfraut, Wieſen- oder Berg“ oder braune, oder wide Kreſſe, Die Arten dieſer Gattung ſind niedrige, frautartige, theils perennixende Blumen- pflanzen zur Verzierung der Luſtgärten, unter denen die erſte eine vorzügliche Ach- tung verdienet, theils einjährige, nur zu großen Pflanzenſammlungen ſchickliche Pflanzen, mit vierblättrigen kreuzförmi- - gen Blumen. Zu den perennirenden Arten gehören: Ja 24
1) Wieſengauchblume, Wie- ſenſchaummk?Prant, insgemein: Wieſen- . Ereßſe genannt, auch Guckguks- oder Gauchblume, C. pratenſis L.. Va. terland: Europa auf wäſſerigen Triften. “ Wurzel:z,friechend,, zaſerig. Blätrer: viele auf' dem Böden umher ausgebreitet, geſtederf, die Blättchen, der auf der Wur- zel, rundlich, und der, an den Stengeln, lanzettförmig. Stengel: mehrere, klein, 3 F. hom. MPDlumen: viele, weiß, im - May und Jun. Man hat hievon Abar- ten mit einfachen purpyrrothen; mit gefüllten weißen; mit großen gefüll- ten purpurrorhen Blumen; und gro- ße rundbläccerige Wiieſenkreſſe.
Die einfoc<he weiße Sorte iſt im„May auf
- unſern Wieſen bäuſig, und wird alſo nicht „leicht. in die Gärten au“genommen, ſon- dern.nur die von ihr ent/prungenen Abar- ten, unter denen die mit gefüllten Blu- men höchſt verzierend ſind, und ſich alſo für die Blumenrabacten ſehr gut ſchicken. - Sie kommen zwar überall fort, blühen aber auf feuchten, ſchattigen Pläßen gewöhn: lid) größer, ſchöner und länger» Die ganze Pflanze iſt auf dem Felde, zumal weun ſie jung und grün, dem Viehe, be- fonders den Schagfen, angenehm; die
Gau<hb
Pferde aber übergehen ſie gemeiniglich. Man hat die jungen Blätter wider den Scharbo> gerühmer, und der Brunnen- freſſe gleich ſchäßen wollen, Doch iſt die- ſe weit kräftiger.
3) Way- oder Reſedeblättrittes u. ſw., C. Reſedifolia. PVaierlgid: die Alpen, Deutſchland. Sitter: die untern ungetheilt, eyrund, die obern Trey- lappig und«efiedert. Srencgei: 1 Fuß bo<. MAlumen: wenige.
3) Hitrere Gauchbluime, bitte- re Rreſje, bitreres Schaumkraur, C. amaral. Waterland: das nördliche Euvopa in den Wäldern. Biätcter: ge» fiedert, die Blätcchen rundlich, winklich. Stengel: zwar aufrechtſtehend, aus dem Winkel der Blätter Ausläufer treibend, als:qpodurch ſic) dieſe Art von allen übri- „genaunterſcheidet, Wenn aber dieſe nicht
' zugegen ſind, kann man ſelbige von der
Wieſengauchblume durch die breitern, rundlichten, eckichten und dreyzackichten Blättchen, und von der Brunnenkreſſe, mit welcher ſie, den Blättern und dem Ge-
*ſchmace nach, übereinfömmt, doch die
größere"Blume unterſcheiden. Blumen: auf den Stengeln, wenige, mäßig groß. Schoten: lang. Man hat hievon eine Abart mit gefüllten Blumen, welche ſehr geſucht wird,-
Unter die einjährigen Arten wer- den gerechnet:
4) Springganchblume, Sprinc- ſchaumkrant, Sprinzgkreſſe, oft Noli me tangere genannt, C. impatiensL, in den Wäldern am Fuße der Berge. Stengel: 1 F. hom. Blärter:. gefiee dert, die Blättchen 3-=-4mal eingeſchnit- ten, mit Blattanſäßen verſehen. Bly- men: entweder ganz ohiie, oder doch mit ſehr kleinen Blumenblättern, weiß. Scho-
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