Gartenf Gatterv 527
bebrlichen Gärten, dem Küchen- und Obſtgarten in der Folge das Hauptfächlich-
ſie beybringen, und ObſtGarren.
Siehe KR
zcentarten
Gartenfeid, Gartenland, Jahr- feld, ein Stück Feld, welches Gartenrecht hat, und daher jährlich) nach des Cigen- thümers Beiieben genußt werden kann.
Gartenhaus, oſt nur ein kleines Gebäude in einem Garten, um darinn Schatten zu haben, und vor Sturm und
Regen ſicher zu. ſeyn.
Zuweilen iſt es
zur Bewohnung ſo groß und geräumig, daß es von andern Wohngebäuden nur da- durch unterſhieden iſt, daß es in oder an
einem Garten ſtehet,
Garfenleiter, eine Leiter hinten mit einer Stüße oder einem Fuße, zum Ge-
brauch in den Gärten,
Gartenſaal, iſtin einem Luſtgarten
ein geräumiger, gezierter und oben offener
. Plaß, der mit grünen Wänden eingefaßt iſt, und auf welchen viele Alleen, als auf ihren Mittelpunkt, zuſammen laufen müſ- fen. Nächſt dieſem muß der Boden feſt,
ſauber und ganz glatt ſeyn«
Nahe dabey
aber müſſen ſich bedeckte Lauben befinden, die zu einem Zufluchtsorte dienen. Ju dergleichen Sälen kann bey ſchönem Wek- ter Tafel gehalten, getanzt und darinn 6llerlep Zuſtbarkeiten angeſtellt werden, ſo wie ſich auch Jlluminationen darinn gut
anbringen laſſen,
Umbher können auch an-
dere lebendige Baumgebäude angelegt
werden.
Gartenſchnecke,|. Schnecke,
Gartrenſchnur,
Gartenleine,
eine Leine von dem allerſtärkſten Bindfa- den oder ſo genanntenz Sackband, an ds
2057 Ab. ESN ee an ee en EEE SIE
/ ren jedem Ende zugeſpißte Stäbe ſind, um Gartenbeete, und dergleichen, nach einer geraden Linie abzuſtecken,
Gartentheater, ein in einem Gar- ten befindlicher etwas erhabener und mit Raſen ausgeſeßter Ort, auf welchem von Buſchwerk oder Spalieren hinter einander geſtellte, fich nach und nach verengende Scenen ſind, worauf eine kleine Comodie unter freyem Himmel aufgeführt werden fann. Wor den Theater iſt ein niedriger Plaß zum Parterre, der aber von etlichen aus Rajen gemachten und ſiufenweiſe in die Höhe gehenden Sißen umgeben wird,
Gartenwalze, eine ſtarke Watze, die Gänge in den Gärten damit eben und gleic) zu machen. Man hat ſie theils von ſtarkem, ſchwerem und feſtem Holze, theils von Stein,
Gatterſäulen, Gatterſcheiden, heißt man bey Säge- oder Schneidemüh- len diejenigen Säulen mit Falzen, welche unten und oben an dietagerbalken der Müh» le mit eiſernen Eolzen befeſtiget ſind, und darinnen der Sugcgatter auf- und nieder- gezogen wird,
Gafkterthüre, iſt aus leichtem Holze (Latten) zuſammengeſeßt, daß man hin« durch ſehen kann, Die Oefſſnungen find entweder lang, oder als rechtwinflichte Viere>e, oder als geſchobene Viere>e, oder Rauten gemacht.
Gatterverſchlag, ein aus Latten verſertigtex Verſchlag, welcher zwiſchen ſich Licht einfallen läßt, und gebraucht wird, etwas von einander abzuſondern, z. B, einen Keller in zween oder mehrere
Theile zu vertheilen. 2: Gauch-


