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dem Speichel beym Spinnen ent: ſtehet,
Garnbaum, Kettenbaum, Hinterbaum„» ein Baum, der hinter- wärts im Weberſtuhl zwiſchen zwey Säu- len oder dabey lieget, worauf die Kette oder der Aufzug eines zu webenden Zeuges aufgebäumt wird,
Garngabel, Garnſtange, eine Gabel mit zween Zacken, die Garne da- mit aufzuſtellen;(ſ. Gabel.)
Garnitur, Ausſtaffirung, Fr. Garniture, alles überhaupt, was zu einer und eben derſelben Sache an einzel- nen Stücken gehöre. So heißen z. B. Schuh- und Gürtelſchnallen zuſammei1 eine Garnitur Schnallen, und alle Stücken von Meſſing und Eiſen an einer Flinte oder Büchſe, Schloß und tauf ausgenom- men, nennt man die Garnitur oder Garni- rung des Gewehrs u, ſ, w.
Garnleute, bey der Fiſcherey dieje« nigen, welche das Garn ziehen,
Garnmeiſier, ein Fiſcher, der mit Garnen oder großen Neßen fiſcher.
Garnreuſe, eine Fiſchreuſe, die aus
Garn, wie ein Neg, geſtrickte iſt, zum Unterſchiede der Binſenreuſen.
Garnſ3cb, bey der Jägerey ein Garn, welches wie ein Sock geſtrickt iſt, derglei» den man zu dem Dachs» und Staarfang
“ gebrauchet,
Garnſchlauch, Garnſac>k, leich- te Wathe, ein Ieß, welches die Ge- ſtalt eines Schlauches hat. Es iſt an feiner Mündung weit, wird immer enger bis ans Ende, und iſt auf verſchiedene Ar- fen geſperret, Da dieſe Schläuche ZUWeis
Garten
len 6--7 Klafter lang ſind, ſo würde man ſie, um die Fiſche heraus zu nehmen, nicht gut umfehren können, woferne nicht das Ende des Schlauches oſſen gelaſſen, und mit cinem Srricke zugebunden wäre, Wenn ſich nun Fiſche gefangen haben, ſo wird das Nek aufgeknüpfe, und die Fiſche werden auf dem Sande oder auf der Erde ausgeſchüttet. Oder man befeſtiget auch an dem Ende des Schlauchs einen weide« nen Korb, in welchen die Fiſche zuſam- menfommen, von da man ſie leicht verauss bringen kann, indem man eine Thüre, die am Ende des Korbs angebracht iſt, öffnet, Die Garnſchläuche werden jederzeit ſo auf- geſtellte, daß ihre Mündung dem Stroh- me entgegen ſtehet, und die Queer über die ganze Länge des Nees gehet. Die Fiſche aber, die durch die vordere Oeff- nung ins Neß kommen, gehen bis ans andere Ende, wo ſie angehalten werden, weil der Sak verſperrt iſt,:
Garten, ſo nennen wir einen ange bauecen und einzefriedeten Plaß, worinn wir Küchengewächſe, Obſt, oder Blumen und Kräuter erziehen. JIſ der Garten hauptſächlich zur Erbauung der Gemüſe oder Küchengewächſe beſtimmt, ſo nennen wir ſolchen einen Küchen- eder Gemus- oder auch wohl Krautgarten; iſt er zum Obſtgewinnſt beſtimmt, ſo heißt er ein Obſtgarken, zu Blumen ein Blumengar- ten, zu officinellen Pflanzen ein botani- ſcher Garten, und zuweilen ſind olle dieſe Arten ſo beyſammen, daß man von allem oder dem meiſten etwas darinn findet, ti aber der Plaß hauptſächlich zum Crgößen und zur Aufmunterung des Gemüths, oder zur Pracht beſtimmt, ſo nennen wir ihn einen Luſtgarten, In dieſem Werke wol= len wir nur pon den einem tandwirche we
ehr-


