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5z166 Gallinſ
wächſe bohren, und ihre: Eyer hineinlegen, weil die Auswüchſe, welche auf derglei- <en Blättern entſtehen, Galien oder Galläpfek genannt werden. Die Kennzei- <en dieſes Geſchlechts werden von Linne" ſo angegeben: der Mund beſteht aus zan- genförmigen Kiefern ohne Rüſſel, und der Stachel iſt ſpiral, wie ein Bohr gewun- den, ſteckt aber oft verborgen, Eben der- ſelbe führet 19 Arten an, wovon er die meiſten nach den Bäumen benennet, auf deren Blättern ſie ſich befinden. Außer den Eichen, auf welchen man die meiſten antriſſt. ſind auch die Buchen, die Wei- den, die Ulmen, die Noſenſtöcke und an- dere Gewächſe, der Aufenthalt dieſer In- fecten, deren Eyerchen, aus welchen kleine weiße Maden kommen, zwiſchen den Ober- Häutchen der Blätter ausgebrütet werden, Dieſe Maden finden in dem Auswuchſe der Blätter, oder in den ſo genaunten Galläpfeln ihre Nahrung, und bleiben darinn bis zu ihrer Verwandelung, nach welcher fie die Galläpfel, vermittelſt ihrer Gebißzangen, durchbohren, und als ge- Augelte Thiere zum Vorſchein kommen.
Man darf aber nicht denken, daß ein jedes Thier in den Galläpfeln die Brut ei- nes einzigen Thieres ſeyz verſchiedene Raubfliegen kommen zu den Galläpfeln geflogen, bohren ein Loch hinein, und lg» gen die Eyer darein. Man trifft daher, wenn die Galläpfel noc< weich und jung
- find, in einigen bisweilten eine Fliege, bis-
weilen eine Made, bisweilen auch eine Spinne oder alle drey beyſammen, an, und es iſt Aberglaube, wenn einige Leute
aus Fliegen Krieg, aus Maden Theurung,
and«aus der Spinne Peſt, oder die Witte- xung vorherſehen wollen,
Galloſche
Gallloch, Schallloch,“ in einigen Orten Deutſchlands die 2dcher oder Oeff- nungen an einem Glockenthurme, durch welche ſich der Gall oder Schall der Glo- &en verbreitet,
Gallimey, Galmey, eine weiß« lich- oder graugelbe Steinerde, vermittelſt deren Zuſaßes das Kupfer zu Meſſing ge- macht wird.
Galloſche, Galluſche, in Ober- deutſchland, an einigen Orcen, die hölzer- nen Schuhe der Bauern und gemeinen deute, Jn Miederſachſen ſagt man dage- gen Patinen, ZSolſchen. Sie werden von leichtem, gemeiniglich ellernen, Holz ze, und zwar ſo gemacht, daß ſie entwe» der ganz von Holz ſind, oder nur über dem ganzen hölzernen Untertheile altes Oberleder aufgenagelt wird. Dergleichen hölzerne Sohlen oder ganz hölzerne Schu- pe halten ungemein warm, und laſſen die Füße auch im ſtrengſten Winter nicht leicht frieren. Warum ſollte man aber den Ge- brauch ſolmer Schuhe dem 2andvoike wohl verbieten wollen? Wie würde ſolches, da es öfters auf den Höfen in Koth und Waſ- ſer beſtändig umhergehen muß, mit le- dernen Schuhen wohl einen trocknen Fuß haben, und ſeine Geſundheit erhalten kön- nen! Jh hade es mehrmals erlebet, daß das weibliche Geſinde, wenn es zur Some merzeit im Jul, oder Aug.in ein nur mäßig kaltes Waſſer, zum Einröſten des Flach- ſes, zur Zeitſeines Monatfluſſes, hineinzu« ſteigen genörhiget geweſen, ſich bievon ents weder tödrliche Krankheiten oder auf Zeit«- lebens einen ſiechen ud zu ſchweren Arbei« ten untauglichen Körper zugezogen hat. Wie groß wäre aiſo der Schaden, wenn es in kaltem und forhigem Wetter mit leder-
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