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Galle
und zum Feldbau tüchtig werden, Sollee allenfalls der Boden keinen Sand bey ſich führen, ſo müßte die Grube an einem En-
'de des Ackers, wenn ſolches ohne Beſchä-
digung der Nachbarn, allenfalis an einem Gemeingrundſtücke, geſchehen kann, deſto tiefer gemacht, und die Waſſergalle in die- ſelve durch einen Abzug geleitet werden. Hiernächſt kann man auch, alle 50 over 60 Ecqhritt, lange Sfeine auſrichten, damie, wenn der Abzug nicht tüchtig gemacht, oder etwa Quellen das erſtemal überſehen wor- den wären, ſolche noch nachgeholet werden können, und man nicht erſt in den Z>er oder in die Wieſe wühlen, und den Abzug en dürfe. Auch werden da, wo der Abzug ausgießt, zu deſto mehrerer Dauer,
große Steine gele3t. Wenn ſich ein Ab-
zug vorſchlämmet, geſchieht es allemal da, wo derſelbe au3gießt; dvd) fann er mit ei- nem Sivc>e, over einer hölzernen Krücke, leicht ausgeräaumf werden.
Galle, die bekannte bittere, ſeifenartie ge, gelblich grüne 5 Seuchtigfeit i in den thie- riſchen Körpern. Dey den Rindviehſeu-
<hen, ſowohl derjenigen Art, weiche mit
einer Verſtopfung begleitet iſt, und wo die Singeweide dex daran crepirten Stücke ſich ganz verbrannt zeigen, hart, und von allen Säften SE ſind, als au der- jenigen, wo ſic) die Krankheit mit einem ſtarken, heftig ſtinkenden, und öfters bluk- ſftriemichten Durchfalle anfängt, welcher ſo lange dauert, bis das kranke Vieh ent- wever crepirt oder beſſer wird; in beyden Arten der Seuchen trifft man jederzeit eine außerordentlich große Galle anz und es iſt ſolches ein untrügliches inneres Zeichen, daß das„Vieh an ver Senche geſtorben, - dieſelbe als völlig anſte>end zu halten ey.
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Gallinſ(AT
Man will die geſunde Galle von ver- ſchiedenen Thieren wider mancherley'Zu- fälle des menſchlichen Leibes empfehlen. Hier will ich aber nur der Schweins- galle gedenfen, welcher man ſich, nach einer oft gemachten Erfahrung, bey erfror« nen Gliedern der Menſchen und Thiere mit beſtem Nuken bedient hat, Man haf dieſe Galle ſchon öſters ſolchen Menſchen, die wegen mehrjähriger Froſtſchäden den Georauch der Hände nicht mehr in ihrer Gewalt gehabt, angerathen, um ſich des Abends beym Schl! afengehen damit zu be- ſtreichen, worauf ſie denn, nach einigen Wiederholungen; glüiich wieder herge? ſteller'wörden find. Man muß daher beym Hausſchlachten die Schweinsgalle in wohl verſtopften Gl äſern oder Flaſchen aufbewah« ren, um ein ſo wohlfeiles und bewährtes
- Hausmittel alsbald bey der Hand zu
haben,
Gallerie, Fr. Galerie, ein langer Gang oder ein Gemach in anſehnlichen Ge- bäuden, oder ein Behältniß, welches ei- nigemal länger, als breit iſt. Mag pflegt dariun allerley Kunſtſtücke, beſon- ders Malereyen, wie z, B. in Sansfouci, Dresden, u. ſ. f. aufzubewahrenz in wels <em Falle ſie Bildergallerien heißene Auch dienen die Gallerien, darinn ſpaßies ren zu„gehen, und dann auch mit ändern Zimmern Communication zu haben. Fer- ner heißt man eine Gallerie die hölzernen gebrüten oder untergewölbten Gänge, auf welchen man in der Höhe von einem Gebäude in das andere benachbarte kon- men fann,
Gallinſect, Gyrlips L. Unter dieſem Namen verſteht man diejenigen In- ſecten, welche mit ihrem Stachel Löcher in
die Blätter der Bäume und anderer Ge- Zit.
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