Teil eines Werkes 
2 (1796) Oekonomisches Reallexicon, worinn alles was nach den Theorien und erprobten Erfahrungen der bewährten Oekonomen unsrer Zeit zu wissen nöthig ist in alphabetischer Ordnung zusammengetragen, berichtigt und mit eigenen Zusätzen begleitet wird. 2
Entstehung
Seite
38
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BERIT 1 Gen IRE

58.-- Beitieil

Strenttel: unbewehrt, rund, die, haa- rig, äſtig, beynahe 3 F. boch. Blätter: Feilfsrmig= eyrund, unregelmäßig, ſäge- förmig, dreyribbig ,. die größten bisweilen drey- oder fünflappig. Blumen: auf den Enden der Zweige, in Aehren; im Jal., hinterlaſſen Kletten, welche drey- mal ſo groß ſind, als bey der erſten Art,

Beitierläuſekraut, das ſtach- lite, X. ſpinolum L. Vater- land: Portugall, Montpellier, Sten» gel: di>, rund, äſtig, mit langen, ſchar- Fen, dreyſachen Stacheln bewehrt, etwa 3 F. hoh. Blätter: dreylappig, läng- licht, geſpißt, gezähnt, kurzgeſtielt. 2Bly- men: den Seiten der Zweige entlängs, 2--3 beyſammen, im Jul. und Auguſt,

Die erſte Art muß ſogleich an Ort und Stelle, die beyden andern aber, wel- <e Verzierungspflanzen ſind, auf ein Miſt- beet geſäet und endlich ins freye Land in eine etwas warme Lage gepflanzt werden,

Bettſacs, ein von ſchwarzem Leder

verfertigter viere>ichter Sack mit Leinwand"

gefüttert, welcher da, wo er zuſammenge- ſchnürt wird, eine breite lederne Klappe har, die über die Deffnung, die zugeſchnürt iſt, geſchnallt wird, daß kein Regen ein» dringen kann, In dieſem Sacke werden die Betten, welche man auf Reifen bey ſich führt, eingepa>t, und der Sack wird Hinten auf der Kutſche mit ſeinen Riemen angeſchnallt, daß er feſt liegen und nicht verlohren werden kann.-

Betttiſch, Schlafbanb, ein aus

- zween großen Theilen beſtehender hölzerner

Kaſten, welche mit eiſernen Bänden und Gewinden ſo an einandrr gefüget ſind, daß, wenn man ſie zuſammenlegt, und an den äußerſten Seiten mit eiſernen Haken an einander klammert, ſie einen Tiſch abge

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Beuchel

ben, in deſſen Höhlung die Betten zugleich verſchloſſen ſind. Schlägt man die zween Theile aus einander, ſo machen ſie ein Betrt- geſtelle aus.

Bettung, iſt bey einem ſteinernen Siel oder einer Schleuſe die unterſte Grund» lage derſelben,

Bettzeug, iſt alles dasjenige, was an Betten, Ueberzügen, Decken, Bett- tüchern u,[, w, zu einem vollſtändigen Bet» te gehöret,

In allen Fällen, wo der überlebende Ehegatte mit Verwandten des'Verſtorbe« nen in der aufſteizenden oder Seitenlinie an der Erbſchaft Theil nimmt, gebührt demſelben alles Bett- und Tiſchzeug,, wel« <hes die Eheleute zum gewöhnlichen"Ges brauche gehabt haben, zum Vorays. Zur Bezahlung der Schulden des Verſtorbenen darf der überlebende Ehegatte von ſolchen voraus erhaltenen Stücken nur in ſo fern beyrragen, als der übrige Nachlaß, dazu nicht hinreiht.=- Im Fall der Güterge- meinſchaft erhält ber überlebende Ehegatte die zu ſeinem eigenen perſönlichen Gebrau- <e beſtimmt geweſene Betten, Kleidungs- ſtücke und 2Leibwäſche zum Voraus ange wieſen. A.& R. Th, 11. Tit, 1. 9. 628, 634y. 640,

Betüpfen, Bepicken, iſt 6 viel, als Eteinen oder Mauern ein rauhes Anſe« ben geben, welches durch das Bepicken mit dem Spißhammer oder mit einem ſpikigen Meißel geſchieht,

Beuchel, ein Hügel oder Bogen, den der Hirſch in der Fährte ſeitwärts mache, wenn er bergan geht. Dieſer Bogen iſt eyrund, und eins der Merkmale bey der

Fährte, Beuch-

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