Teil eines Werkes 
2 (1796) Oekonomisches Reallexicon, worinn alles was nach den Theorien und erprobten Erfahrungen der bewährten Oekonomen unsrer Zeit zu wissen nöthig ist in alphabetischer Ordnung zusammengetragen, berichtigt und mit eigenen Zusätzen begleitet wird. 2
Entstehung
Seite
37
Einzelbild herunterladen

Bette Verkauf ſolcher Sachen nur alsdann er-

Jaubt, wenn ein approbirter Arzt auf ſeine

Pflicht: bezeuget, daß denfelben, durch An- wendung der erforderlichen Mittel, die Ge- fahr der Anſteung benommen worden. Wer das Gewicht der Bettfedern durc) Bleyweiß-vermehret, ſoll, nach Bewand»- uiß der Umſtände, und der däraus für die Geſundheit entſtandenen Gefahr, mit ein» bis dreyjähriger Zuchthaus- oder Feſtungs- ſtrafe belegt werden, A,& R, Th. 14. Tit, XX. 6. 726. ff

- Bette, Wohnhaus, derPlaß, wo ſich ein. Hirſch niederlegt. Cr reiniget es vorher, indem er die Erde aufſchlägt, und im Winter den Schnee wegſcyaſſt.

Bette, bey der Kohlenbrennerey, wenn das zu verfohlende Holz in verſchiedenen Umfkreiſen aufgeſeßt, und hiemit ein Raum von etwa 6 Fuß im Durchmeſſer angefüllet wird. Es werden dergleichen Betten oder Stockwerke drey auf einander geſeßt, wel- <e immer ſchmäler werden, wodurch der Koblenmeiler ſeine fegelartige und oven zus gerundete Geſtalt erhält,

=. Bette, Bettwerk, Wahßer- "Hekte, ver Kanal, in welchem das Waſ- ſer auf die oberſchlächtigen Räder läuft,

Bette,"Gang, iſt beym Waſſer- bau der Kanal oder Graben, worinn das Waſſer eines Fluſſes eingeſchloſſen läuft. Ueberhaupt nennt man im gemeinen Leben die Aushöhlung eder Vertiefung, worinn das Waſſer eines Fluſſes, Stroms--oder Baches Aießt, das Bette des Fluſſes oder Flußvette.-

Bette, der Plaß der Kelter, wo die

Trauben hingelegt werden. & Betten, Kätilein, ſind bey einem -goberſchlachtigen Waſſerrade diejenigen FH-

Bettler! 37

<er auf ver Stirn des Rades, in welche das Waſſer von oben fälle, wodurc) das Rad umgetrieben wird.

. Bettkorb, ein großer länglicher Korb, der mit ſeinem Boden auf zwo glatt 'gehobelten Latten befeſtiget iſt, daß man ihn auf dem Boden fortſchieben kann; er hat an den beyden langen Seiten zwo Handhaben. Man bedienet ſich dieſer Körbe; um Betten, die nicht immer ge- braucht werden, darinn aufzuheben.

Bettlerläuſekraut, Xanthium L., das gemeine, fleine Klette, Spivkletre, Jgelskiette. Vatrero land: Europa, wächſt bey uns an unge- baueten Oertern. Strentzel: 1-=- 13 F, hoc<, rauh, in viele Aeſte verbreitet, Zlätter: an langen rauhen Stielen ein»- ander wechſel8weiſe gegen über, breit, berz- förmig, ſpißig, ausgezackt und mit 3 hin? terwärts vereinigten Nerven beſeßt, in de- ren Winkeln die männlichen und weivdli- xhen Blumen platt aufſißen. Die ertiern haben gelbliche Blumenblätter- Jn den* Gärten rechnet man dieſe Art zu dem Un-

. fraute, welches ſich häufig beſaamet, Matk-

thiolus lober ſie wider den Ausſfaß als ein gutes Mittel, und andere rühmen ſie bey verhärteten Kröpfen, wenn man den Safe davon innerlich giebt, und die Blätter äuſ- ſerlich aufiegt. Den zu Puiver geriebenön Saamen führet Linnäus als ein geheimes Mittel wider die Roſe an, wenn davon eit Foth eingenommen wird, Gewiſſer iſt es, daß man mit den Blättern, Blumen und Früchten dieſer Pflanze ſchön gelb färben kann; 5 Bettlerläuſekraut, das Orien- taliſche, X. Orientale L. Vater- land: China, Japan, Zeylon, Sibirien. E 3' Srengel;