Teil eines Werkes 
2 (1796) Oekonomisches Reallexicon, worinn alles was nach den Theorien und erprobten Erfahrungen der bewährten Oekonomen unsrer Zeit zu wissen nöthig ist in alphabetischer Ordnung zusammengetragen, berichtigt und mit eigenen Zusätzen begleitet wird. 2
Entstehung
Seite
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36" Betottie

So ſehr dieſe Pflanze auch bey ven al- fen Römern geachtet war, ſo hat. man ſie doch als unwirkſam. zu unſrer. Zeit aus den Apotheken verweiſen wollen; Es würde dieſes auch geſchehen ſeyn, wenn nicht ei- nige Neuere, und ſonderlich Gleditſch, fie von neuem beſtens empfohlen hätte. Die Blätter ſind: wohlriechend, balſamiſch und bitter, haben eine gelinde Schärſe, und etwas Balſamiſches. behauptet, daß ſelbige eine: nervenſtärkende Kraft be- ſißen, und man ſie daher unter diejenigen Mittel zählen könne, die das Haupt ſtär- fen, deswegen man das daraus bereitete Pflaſter, vornehmlic) bey Kopfwunden/; zu gebrauchen pflegt. Die Blätter werden am beſten als ein Thee gebraucht: Die friſche Wurzel öFnet den Leib, und. die frie ſchen Blätter ſollen Schwindel und gleich- ſam trunfen machen, auch. die getroc&neten ein Nieſen erregen. heilende, eröffnende und lindernde Wir- kung, und find in Krankheiten, die mit Krämpfen und Schmerzen verbunden ſind, ſonderlich in Gliederreißen nüßlich; dienen bey der Gelbſucht, verhaltenen monathli- <en Reinigung und andern dergleichen Krankheiten 3 befördern den. Urin, und zertheilen die Flüſſe am Kopfe 3 in Eng- land pflegt man ſol<e mit. dem Käſe zu vermiſchen. Die Blumen enthalten vielen

Honig für die Bienen; man kann auch die

Pflanze ſehr ſpäte in der Blüthe erhalten, und ſie freibt an ſich viele ſpäte Blumens-

ſtengel,

2) Orientaliſche oder Türkiſche ZBetonie, B. Orientalis L. Vaterland: der Orient. Blätter: ſehr lang, ſehr ſc<mal, haarig, gezähnt, langgeſtielt, Stengel: viere>ig, blättrig, 13 Fuß hoh. ADliuymen; in unterbrochenen Aceh»

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Dieſe haben eine zer-|

Detts

ren, purpurroth, der mittlere Abſchnitt an der Unterlippe glatträndig,

3). Däniſche ZBetonie.: Vater- land: Dänemark. Blärter: breit, ey» rund» herzförmig. Srengel: groß, aufe recht, mit lanzettförmigen, ſtumpfen Blät» tern. ZBiumen: in kurzen dicken Aehren, purpurroch:oder weiß.

4) Suchsſchwanzartige, oder Yergberonie, 3. Lina. Vaterland; die Gebirge in Savoyen, Schleſien, Ober» öſterreich), Jtalien und in der Provence, Srentgel: 1 F. hoh. Hlätrter: herz förmig, ſpißig,. gezähnt, ABlumen: in Aehren, die mit glatcräne digen Dectblätthen unterſeßt find, die Oberlippe zweyſpaltig, gelb.

Dieſe Pflanzen lieben vorzüglicheinen ſchattigen und feuchken"Boden, und laſſen ſich fortpflanzen durc) Saamen.: dieſer wird im Frühjahre auf ein ſchattiges Beek in gemeine Erde geſäet, und die Pflanzen werden im Herbſte ausgepflanzt; durch Dee I g, im Herbſte, auch wohl noch im Iruhj ahre,

.. Alle obige Arten können, zur Verän-

derung, in die Gärten auf ſchattige Ras

batten, wo wenig andere Pflanzen wach» ſen wollen, geſeßt werden,

Betreten, wird von den Auerhähr nen und von anderem großen Gefiüge! ge? ſagt, wenn ſie ſich mit der Denne begatten,

Bette, Sind Perſonen in Betten, ſo. wie in Kleidern oder andern Sachen, die ſie an ihrem Leibe oder ſonſt zu ihrem gewöhnlichen Gebrauche gehabt haben, an peſtartigen Krankheiten geſtorben, ſo muüſz ſen ſie, bey willkührlicher teibes: und Geld= ſtrafe, ſo fort verbrannt werden,- Jſt der Kranke an einer andern anjteckenden Krank» heit geſtorben, jo iſt der Gedraucy oder

Ver

langgeſjtielt;

Nun dd erer Enn bomann mi ANN mm dnn, mne 6