Beſtoßen
gen, Saen und Eggen u. ſ, f. ſv verrich* ten, daß von. der leßten Arbeit an nun nichts mehr. bis zur-Aerndte hin auf dem Acker zu thün iſt. Der Landwirch muüß fich überall ſo mit. ſeiner AFerbeſteliuag einzurichten ſuchen, daß jede einzelne dazu gehörige Arbeit zu rechter Zeit, und in Hinſicht auf die bequemſte Witterung, auch auf die beſondere Lage und innere Beſchaf- fenheit ſeiner Aecker geſchehen möge« Denn er kann z. B. tüchtig düngen, pfiügen, und gehörig ſäen 3 nimmt er aber hierzu nicht die rechte Zeit in Acht, ſo kann er ſich hie mit einen ſtarfen Ausfall ſeines Kornge- winnſtes zuziehen,: 2
"Boſtoßen, der Tiſchler, wenn ſie mit. dem Schrubbobel, der auch deswe- gen Deſtoßlobel heißt, das Holz aus dem Groben behobeln. Ueberhaupt heißt bey den Holzarbeitern beſtoßen oder abſtoßen 0 viel, als das Ueverflüßige abſtoßen, uns AOE auch zugleich wohl zurichten und
ebnen, ſonderlich wenn das Werkzeug, wo».
mit man ſiößt, durch einen Stoß bewegt wird. Eo ſagt der Zimmermann, die Kante eines Holzes beſtoßen, wenn er ſol« che mit der Stichart oder dem Stechbeu- tel abſticht.
Beſiübben, Beſchütten, einen Kohlenmeilex mit Erde beſchütten, nach- dem er zuvor befluſcht iſt. Die Erde dämpft das Feuer ſo, daß das Holz nicht zu Aſche, ſondern zu Kohlen, brennt.
. Beſuch, wenn ein Jäger vor einer
fürſtlichen Jagd des Morgens mit einem keichunde auszieht, um vorzuſuchen oder zu beſtärigen, d. i, zu finden, welches, und wie viel Wild in einer Gegend ſey.
äger, die von Fürſten blos zum Beſuch gehalten werden, heißen daher Beſuch- Enechte,
Betönie 35
- Betfuhren, alſo nennt man in Ober-| ſachſen und anderwärts diejenigen Fuhren, welche ei Freund oder Nachbar dem an- dern, auf ſein Bieten, bey Herbeyſchaf- fung der Baumaterialien, des abgeärndte- ten Gefraides, oder auch bey andern Vor fällenheiten umſonſt huf, 'So löblich es aber iſt, ſich einander nachbarliche Hülfe und Freundſchaft zu be« weiſen,-ſo gebietet doh die Vorſicht, die ſchriftlichen Bekundigungen über Betfuh« ren aufzubewahren, und damit zu verhü- ten, daß ſolche in der Folge nicht als Ser- vitüten gefordert werten mögen.
'": Betonie. Die zu dieſer Gattung gehörige Pflanzen ſind krautärtige, zaſer- wurzliche, dauerhafte, überall fortkommen- de, perennirende Pflanzen, mit einjähri- gen, 1=-2 F. hohen Stengeln, und mit Aehren von fleinen, rachenförmigen, im Jun, und Jul. blühenden, und im Auguſt reifen Saamen gebenden Blumen, die theils für die Officin, theils zur Mannich- faltigfeit“ unterhalten werden.
1) Gemeine oder braune ZBeto- nie, Apothekerbetonie,. Batenige, Zebrkraut, B. oflicinalis L. Vater- land: Europa, in mancherley Grunde und Lage auf vem Felde, Wieſen, Hügeln und in den Wäldern. Blätter:' läng- lich, gezähnt, langgeſtielt. Stengel: vierefig, 1x F, hoh. MPlumen: ſte: hen gedrungen bey einander, ſie ſind aber wirkelſörmig geſtellt, und jeder Wirtol iſt durch dazwiſchen ſißende breite Blätter un- terſchieden, do) ſo, daß alle zuſammene- genommen gleichſam eine Aehre vorſtellen. Das Blumenblatt iſt roch, der mittlere Abſchnitt an der Unterlippe ausgerandet.
Sorten: a) mit purpurrothen, b) mit rothen, c) mit weißen, d) mit gelb geſchecten Blumen,
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