Beuchfaß Beuchfaß, Beuchſtunze, ein
Foß oder Wanne von gutem eichenem Holz, worinn Wäſche, Garn, und Leinwand ge- beucht wird.
Beugeflächſe, Beugeſehne, Beugennerv, Nerv, Achillesſehne, iſt diejenige, rückwärts zam Schienbeine hinablaufende breite, ſtarke Flechſe, wel- <he den Hintertheil des Schienbeins der Thiere ausmacht, und von den Keulen-, äußern, mittlern und innern Beuge- und Kegelmuskeln gebildet wird, deren Sehnen ſich vereinigen. Dieſe di>e Sehne oder Flechſe vereiniget ſich mit dem gemeinen Bande, durch. welches die Beugeſehne des Kronbeins;-an das Schienbein befeſtiget wird, und nimmt ihr Ende am untern Theile des Hufbeins, indem ſie ſich aus» breiter und das Nußbein völlig bedeckt. Ihre Geſtalt iſt entweder rund oder breit, Bey Pferden, und Maulthieren verdienen die breiten den Vorzug, und man nimmt es ols ein ſicheres Merkmal an, daß diejenigen Pferde, Eſel und Maul- thiere, welche eine breite Beugeflechſe des Hufes haben, von einer guten und edlen, - hingegen die, welche runde haben, von ge- meinen Racen abſtammen.
Schs6n nennt max die Flechſen, wenn ſie ihre gehörige tage haben, nicht zu nah und zu feſt an das Schienbein anliegen, wenn ſie ſtorf und breit ſind, wenn ſie un- ten zu geſpalten, oder aus einer doppelten Flechſe zu beſtehen ſcheinen. Schlecht hingegen nennt man ſolche Beugeflechſen, wenn ſie zu feſt an die Kniekehle angedrückt, oder angebunden, oder gedroſſelt z wenn ſie zu ſchwach eder zu dünne ſind. Der Schenkel verliert hiex nicht allein ſein gutes Anſehen, ſondern es fehlt ihm auch an ge- höriger Kraſtz“der Tritt iſt geſpannt, der
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Gang unangenehm, die Thiere ſehen ſchwach aus, und als ob es ihnen an den Kräften fehlte, ihren Körper und andere Laſten zu tragen. Man nennt ſie auch daher ſteckenfüßitt; oder, da dieſe dicht an den Knochen anliegende Sehne den Fuß platt und breit macht, ſo heißt dieſes ein Ochſenfuß.;
- Dieſe dicke Sehne iſt oft vielen Ge- fahren, z. E. Wunden, Schlägen, Kno« ten, Ausdehnungen, Zerreißungen u. ſ,w«, ausgeſeßt,
„Die Wunden und Verleßungen der Sehne des Vorderſchenkels werden meiſtens durch das Einhauen mit den hintern Schen» feln verurſacht, und wenn dieſes iſt, ſo ſagen die Schmiede, das Pferd habe ſich genervt. Das Pferd fängt an zu hinken 3 am Schienbein und den anliegenden Thei- len ſichet man eine Geſchwulſt, welche nach und nach wieder verſchwindet; auch iſt bisweilen. die Hauf wund; bisweilen bleibt nach der Heilung ein Knoten zurück.;
Hr. Wolſtein behandelt die Verlez» zungen blos mit: erweichenden Kräuterak» ſüden, welche aus Bilſenkraut, Holluneo derblüchen und Huflattig, von jedem gleich viel, beſtehen, dämit er einigemal des Ta- ges die Theile anfeuchtet. Selbſt, wenn Knoten vorhanden ſind, hat ex ſich dieſer Bähung mit Nußen bedient. Hr. La foſſe gebraucht bey den Knoten, wenn die Entzündung zertheilt iſt, einen Abſitd von Thimian, Rosmarin, Salbey und einem Drietheil Camphergeiſt; hiemic läßt er den Schenkel vox oben bis unten abwaſchen, Beſſer aber, ſagt er, handelt man, wenn. Kompreſſen in angezeigten Abſud getaucht, ſo warm als möglich öfters oufgelegt, und mit einer Binde befeſtiget werden. Sollte nach 4= 5 Wochen die Geſchwulſt ſich denno< niht verkleinern, und die Sn
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