Teil eines Werkes 
2 (1796) Oekonomisches Reallexicon, worinn alles was nach den Theorien und erprobten Erfahrungen der bewährten Oekonomen unsrer Zeit zu wissen nöthig ist in alphabetischer Ordnung zusammengetragen, berichtigt und mit eigenen Zusätzen begleitet wird. 2
Entstehung
Seite
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Äſnchreibt.

Tragen zu ernähren,

32 Beſchneidett Schlick ausgeräumt, und das Vorland er- höhet werde,|

Beſchneiden, der Obſibäume,

Ff Baumſchnitt.| -. Beſchneiden, derWaldbäume,

f. Waldbaum.

Beſchneiden, des Weinſtocks, iſt diejenige Werrichtung des Winzers, da er dem Weinſio> das überflüßige Holz durch einen Schnitt abnimmt, damit ſol- her nicht ſowohl Holz, als Früchte anſeße, oder endlich nicht ganz und gar verwildere, Ob nun zwar einige bereits im Herbſte den Schnitt in dex" Abſicht unternehmen,'da- mit der Weinſtock nicht bluten möge, ſo

geſchieht ſolcher doch meiſtens im Frühjahre, wobey der Winzer zuſieht, ob er den Stock

zum Holz, zum Wein oder zum Senker beſchneiden müſſe,.ob er junges, altes oder ausgemergeltes Holz habe,

R In Weinbergen muß man erſt Holz

Gaben, ehe man an den Wein gedenkt. Die Verblutung oder das birkenähnliche Weinen iſt eine Gewalt, die man der Na- fur, beſonders an jungen Stöcken, zu- Man ſc<honet daher anfänglich das Holz, weil ohne ſolches keine Früchte hHervorkommen können. Hak alſo der junge Sto> nur no) wenig Wurzeln, ſo muß man ihm niedrige Knoten und wenig Holz, oder nicht über zwey Augen laſſen, damit er einen ſtarken Reben treiben kann. Cs fann auch kein ſtarker Senker entſtehen, wenn der Stock viele Augen treiben ſoll, Die Reben des Stocks aber pflegt man auf 3==4-oder etwas mehr Angen zu ſchneiden, nachdem der Stock die Krafte Hat, mehr over weniger Rebenholz zum Siehe Wein- ſtock,

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Beſeben - Beſchoſſenes Wildpret, ein ſol-

ches von aller Art, nach welchem öfters vergebens geſchoſſen worden,

Beſchuhen, einen Pfahl, der in ein feſtes Erdreich eingetrieben werden ſoll, un= ten ay der Spiße mit Ciſen beſchlagen, und dadurch machen, daß er nicht zerſplite- tern kann, und tiefer greifen muß, Das

Ciſen heißt ein Schuh.

Beſen, ein zum Auskehren dex man- <herley Unreinigfeiten betanntes Hausge- räthe.

Beſenreis, gemeiniglich birkene Rei- ſer, woraus die Beſen gebunden werden, Dieſe ſind am beſten, wenn die Birken fein 2aub haben. Das Schneiden dieſer Reiſer kayn nicht ohne Aufſicht der Forſt bedienten geſchehen, damit die Beſenbin- der theils nicht zu unrechter Zeit, theils nicht ſo die Birken, beſonders die jungen, beſchneiden, daß ſie ihrer Ruthen gänzlich beraubet werden. Am beſien geſchieht ſol <es Schneiden der Beſenreiſer von den alten Birken, welche als Brenn- oder

iußholz zur Winterszeit gefällt werden.

Bejegzen, heißt die Deiche oder Wei- her mit einer gewiſſen Anzahl Brut oder ſo genauntem Saße verſehen, wozu die Monate März und April am liebſten be- ſtimmt werden, wenn fremder Saß ge- nommen wird, damit derſelbe den Some mer über des Waſſers deſto leichter gewohnt werde, Hat man aber eigenen Saamen, ſo fann man auch im Herbſte die Deiche damit beſeßen, Man richtet ſich bey der Anzahl des Saßes nach der Größe des Dei- hes, nach der Güte des Bodens, und nach dem Zugange der Nahrung, den der Deich etwa von Feldgüſſen, von darein gehen fönnenden Viehheerden und ſonſt hat, und

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