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Handeln und ſolche hiemit, auf Zeit Lebens, zu quf alle Weiſe recht ſichern Pferden zu madhen, Meine ehemaligen von vorge- dachtem Mutterpferde abſtammenden Pfer- de waren ſonſt die wildeſten in der hieſigen gänzen Gegend.“ Sie giengen öfters mit dem Wagen durch, ſobald ſie in der Nähe oder Ferne ſtarf laufende Pferde ſahen, oder irgends wofür, wenn es auch nur ei- ne auffliegende Krähe war, ſcheu-wurden; waren ſtrangſchlägig, ſobald ihnen nur ein Strang zu nahe an die Lenden beym Um- lenfen des Wagens kam, und waren in der Egge gar nicht zu gebrauchen. Nach- dem nun eben dieſe Race von Jugend auf obbeſchriebenermaoßen bey mir behändelr wird, habe ich die: ſicherſten Pferde, die alles mit ſich machen laſſen, was man will,==*
Da von dem erſten guten oder ſchlech- ren Beſchlage die Geſundheit und Krank- heit der Füße, die Geſtalt, und die gute und ſchlechte BeſchaFenheit der Hüfe in der Folge meiſtens abhängt, ſo muß man
- ſelbige nicht einem unverſtändigen/ unge-
ſchickten Schmidt anvertrauen, und dabey hauptſächlich die Regeln beobachten, wel- <e uns Hr, Frenzel mit folgenden Worten darſiellet:'| “Da die Eiſen vornehmlich zum Schuß der Wand an den Hüfen dienen, daß die ſelbe nicht abgeſtoßen, zerbrochen oder ab» gelaufen werde, die Sohle und andere Theile des Hufes aber eigentlich keines künſtlichen Schutes bedürfenz ſo ſoll der Schmidt nur die Stücke vom Steraohl, welche ſich von ſelbſtabſchälen wollen, nebſt den harren Auswüchſen und Bukeln, wel- <e ſich unterweilen auf der Sohle zeigen, und die auch ſolchen Pferden, welche nie- mals beſchlagen worden,. manchmal ausge- ſchnitten werden müſſen, mit dem Wärk-
Beſchlaget
meſſer hinwegnehmen, ſonſt ohne Noth die Hüfe ja nicht auswürken, ſondern nur die Wände mit der Sohle eben, und dieſe nur ſehr wenig tiefer, als die Wände, ſchnei- den, damit das Eiſen, ſo weit es die Soh- le bede&t, nicht'ganz aufzuliegen fomme. Dies verſteht ſich jedoch nur vom erſten Beſchlage- In der Folge wächſt der durch das Eiſen gegen die Abnußung beſchüßkte Huf ſtärker, und alsdenn wird ſo viel weg» geſchnitten, als von Zeit zu Zeit am Horn Und an der Sohle angewachſen iſt. Im mer muß. ein nie beſchlagener und unver- vorbener Huf beym Auswürken und Be- ſchlagen das Muſter für den Schmidt ſeyn. Jnſonderheit muß er die Zehe, welche am
ſtärkſten wächſt, nicht zu lang laſſen, aber“
auh nicht zu furz machen, weil beydes ei ne Unbequemlichfeit im Gange verurſachen würde,
-" Die Ballen oder die Winkel der Ferſe des Hufes, welche ordentlicher Weiſe ohne» bin bey jungen Pferden weit und ofſen ſind, müſſen immer wohl geöffnet erhalten, und wenn ſie enge wären, weit, aber ja nicht tief, ausgeſchnitten werden, weil ſonſt der Huf ſich noch mehr zuſammenziehen, und ein ſo genannter Zwanghuf werden würde. Die Eiſen ſollen platt, entweder mit gar feinen, eder nur mit ſehr niedrigen Stollen und Griſſen verſehen, von gutem Eiſen wohl ausgeſchmiedet, und anfänglich leicht ſeyn, recht genau auf der Wand, nicht aber, wie ſchon erinnert worden, auf der Sohle aufliegen, auch nirgends über den Huf, und nur ſehr wenig über die Ferſen hinaus reichen. Kurz! es muß das Huf-
eiſen nach dem Hufe, nicht aber der Huf
nach dem Hufeiſen, zugerichtet, und der or- dentlichen Geſtalt, dem Wuchſe des Hufes, und dem natürlichen Tritte des Pferdes ſo
wenig
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