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Beſchlagen
Stri> herauf, und windet dieſen zweyimnal um die eiſerne Sparre, ohne ihn aber zu
* Fnüpfen, damit man ihn benöthigten Falls
geſchwinde nachlaſſen könne,; He. Hartmann hält das Beſchlagen der Pferde für eine Erfindung der Deut-
„ſchen, und in England ſoll es, nach
Peppe Abhandlung über die Hufei- ſen bey den Alten, erſt zu Anfang des eilſten Jahrhunderts gebräuchlich gewor» den ſeyn. Er ſagt: in kändern und. Be genden, wo das Klima trocen und der Erdboden hart und eben iſt, wodurch der Huf ſelbſt einen Grad von Härte und'Fe- ſtigkeit bekommt, äußerlichen Verleßungen zu widerſtehen, werden auch jeßt die Pferde, z. B. in Perſien, Aethiopien, in der Tar- karey u, f. w,, nicht beſchlagen. Hingegen haben ſich in den meiſten dändern, w9 Steinpflaſter, oder andere ſteinichte und unebene, oder auch naſſe und feuchte We» ge ſind, die Hufeiſen nothwendig gemacht, Außer den-Bauerpferden im Brandenbur- giſchen, die auf der Weide gehalten wer-
den, und nie beſchlagen gehen, finder man-
auch manche Gutsherrſchaften, die ihre Stall» auch wohl Reitpferde immer unbe- ſchlagen gehen laſſen. Hier ſieht man öf- fers, daß die unbeſchlagenen Pferde auf dem Eiſe nichk ſo leicht ausglitichen und fallen, als die beſchlagenen, wenn leßtere nicht eigends, zum Gehen auf dem Eiſe, ſcharf gemachte Eiſen haben. Mit nicht ſcharfen oder ſtumpfen Eiſen aber fallen ſie gar bald auf glattem Cite, Wenn im leßt- gedachten Lande die Bauern aus den zachen und Brüchern zur Winterszeic Holz auf bloßem glatten Eiſe abzufahren hoben, ſo laſſen ſie ihren Pferden ſcharfe Hufeiſen auſſchlagen, ſolche aber alsbald rojeder ab- nehmen. wenn ſie auf dem blanfen, oder
glatten Eiſe nichts mehr zu fahren haben,
Beſchlagen 25
- Die jungen Pferde werden nicht ehev. beſchlagen, als bis ſie zum Reiten oder Fahren gebraucht werden ſollen- Sollen ſie auf allen 4 Füßen Eiſen tragen, ſo kann man ſie erſtlich vorne, und dann das Jahr darauf auch hinten, oder gleich beym zweyten Beſchlag, welches 6--8 Wochen nach dem erſten geſchehen muß, auf allen 4 Füßen beſchlagen laſſen,
Es iſt jedem Landwirthe, der ſich auf die Pferdezucht legt, oder legen will, an= zurathen, daß er gleich ſeine jungen Foh=- len, ſobald ſie nach der Geburt umher zu gehen beginnen, an den Huf faſſe, und ſie durch. öfteres Wiederholen des Angrei» fens gewöhne, den Fuß willig ſich aufheben und daran begreifen zu laſſen. Geſchieht dieſes fleißig, ſo wird man in der Folge keine Noth mit ihnen haben, wenn ſie bes ſchlagen werben ſollen, Mir kam-zu An- fange meiner Wirthſchaft eine junge Preußi- ſche Stute zur Hand, welche man aus dem Königlichen Reitſtalle verkauft hatte, weil ſie ihrer Unbändigkeit halber ſich nicht bes ſ<laogen„und ſich ſo wenig an die Füße als an den Kopf und Ohren greifen laſſen wollte. I< brachte fie auf die Weide, und ließ ſie ſtarf im Wagen ziehen, aber ſie blieb wild, und konnte zur Winterszeit nicht ohne Leib- und&ebensgefahr beſchlagen werden, Die Nachzucht von Felbiger blieb bis zur dritten Generation even ſo. Hiers auf nahm ichs mir für, die zungen Fohlen, ſo oft ich in den Stall kam, an die Füße, Kopf und Ohren ſo lange zu faſſen und zu ſtreicheln, bis ſie ſolche3 alles gern und willig geſchehen ließen; und hiemit machte ich die Nachzucht ſo:3ba3, daß die Pferde gleich beym erſten Beſchlagen geduldig wie die Lämmer ſtanden. Man geve es daher den Stallfnechten als eine Hauprtlection auf, auf gleiche Weiſe die Fohlen zu ves
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