Teil eines Werkes 
2 (1796) Oekonomisches Reallexicon, worinn alles was nach den Theorien und erprobten Erfahrungen der bewährten Oekonomen unsrer Zeit zu wissen nöthig ist in alphabetischer Ordnung zusammengetragen, berichtigt und mit eigenen Zusätzen begleitet wird. 2
Entstehung
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Beſchlag Beſchlag einer Kutſche, Kut?

ſchenbeſchlag, hiezu gehörer 1) bey den

Rädern, die Schienen oder Reife auf den Felgen, verſchiedene Ringe auf der Nabe, und die Buchſe in der Nabe; 2) am Unrerwaczen, auf der Achſe die Ach- ſenbleche, der Schenkel- und Tragring, ufd die Linſez3 ein Ring auf dem Kranze; As Schahlblech am Schemel z der Spann- nagel; auf der Deichſel das Scheerband, nebſt den Vorderblechen; die Streichſtan- gen an der Sprengwage, und das Koth- blech an der Vorderachſe; 3) an dem Zock, verſchiedene Schrauben zu deſſen Befeſti: gung; die Gabeln; die Bock- und Trage- ſtüßen 3 die Mittelſtüßen; 4) hinter dem Raſten, die Winden, der Lakeyentritt, und an dem Baum vor jeder Thüre des Kaſtens die Fußtritteiſen, 5) der Schlöſſer (das vorhergehende gehört zur Arbeit der Grobſchmiede) verfertiget überdem noch an der Thüre des Kaſtens die ſliegende Falle und die Fiſchbänder. Alle Ringe, Reife und Bleche werden, der Haltbarkeit wegen, auf das Holz aufgebrennt, die Stükßken und Stangen aber größtentheils mit Schrauben befeſtiget.(Siehe jeden Theil unter ſeiner Benennung.)

Beſchlag einer Thüre, Thür- beſchlag. Die hierzu gehörigen Theile ſind: das Scloß, das Streichblech an der Thürpfoſte und die Thürangeln. Dieſe haben wegen ihrer verſchiedenen Ge- ſtalt auch verſchiedene Namen, als Ent» liſche Rappen, Fiſchbänder u. ſ- f. Bey dem Beſchlag oder Anfchlagen dieſer Stücke iſt. ſolgendes zu bemerken 2 das Schloß, wenn es ein Franzöſiſches iſt, muß, da es vonbeyden Seiten aufgeſchloſ- ſen werden kann, völlig in die Thüre ein- gelaſſen werden, Nachdem das ganze

Beſchlag 23

Schloß mit ſeinen beyden Schloßblechen zuſammengeſeßt, und alle Zapfen an dem- ſelben vernietet ſind, ſo meißelt der Schlöſ- ſer in der Mitte der Thüre ſo viel an ihrer Dicke aus, daß ſich das Schloß ganz ein- ſchieben läßt, und macht vor der Aushsh- lung einen Einſchnitt auf der hohen Kante der Thüre für die Stülpe. Mehrentheils. wird das Schloß in der Mitte der Thüre, in Abſicht ihrer Höhe, angebracht, und nur bey ſebr hohen Thüren muß es etwas unter der Mitte eingelaſſen werden. Blos die Stülpe des Schloſſes wird mit einigen Holzſchrauben befeſtiget. Das Schließ» blech wird an der Thürpfoſte mit Nägeln angeſchlagen, und die 2öcher', worinn die Riegel greifen, werden in dem Holze qus-

- gemeißelt. Das meſſingene Sc<hiüd, wel-

c<es nian. vor oder über das Schlüſſelloch anſchlägt, wird, nachdem es von Meſs» ſingblech durch den Hartſchlagmeißel. gebil» der worden, mit kleinen meſſingenen Nie», ten angeſchlagen. Die Fiſchbänuder wer- den in das Holz eingelaſſen, ſs daß man: nichts weiter davon ſiehr, als das Gewin= de, indem man die kappen in die dazu ge- meißelte 2öcher einſchiebt, und ſole mit Schrauben befeſtiget:

Beſchlag eines Kuffers oder Coffre, Kuſferbeſchigg, befiehtaus einem Schloß, welches an dem Kaſten ei» nes Kuffers von inwendig eingelaſſen und angeſchlagen wird. Der» Schkließhakew wird mit ſeinem Schilde, weiches ein länge liches Bley iſt, und woran ver Haken mik Nieren. befeſtiget iſt, an den Deckel ange» ſchlagen... ZweySänder mit Hägpen ver» einigen den Kuffer mit dem Deckel. hinter»

wärts, und 6 E>ſiücke werden um und am

den Een des Kuffers angeſchlagen, damit das Holzwerk nicht abgeſtoßen: werds, und" alles