Teil eines Werkes 
2 (1796) Oekonomisches Reallexicon, worinn alles was nach den Theorien und erprobten Erfahrungen der bewährten Oekonomen unsrer Zeit zu wissen nöthig ist in alphabetischer Ordnung zusammengetragen, berichtigt und mit eigenen Zusätzen begleitet wird. 2
Entstehung
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24 Beſchlag

alles mit eiſernen Nägeln angeſchlagen, Vollſtändige Bänder gehen über die ganze hinterſte Seite des Kaſtens oder Kuſſers und den Decfel weg, und an die Vorder- ſeite werden noch genau unter ihnen Vor- bänder angeſchlagen, welche gemeiniglich fünſtiich ausgeſchweifte, und mit dem Scharfmeißel und ver ſtumpfen Spiße des Bunzelmeißels aus maſſif geſchmiedetem Eiſen, nah einer Zeichnung verfertiget werden. Alte dieſe Bänder werden erſt von Eiſen geſchmiedet, und nachdem ſieihre Geſtalt und Form erhalten haben, werden ſie durch die beyden oben gedachten Inſtru- mente gebildet, Endlich werden noch Handgriffe an beyden Enden des Kuffers mit Zapfen und Kloben befeſtiget.

Beſchlag eines Sarges, Sarg beſchlag, verfertige der Schlöſſer aus verzinntem oder ſchwarzem Ciſenblech. Die Beſchläge beſtehen aus mehr oder we- niger Handgriffen mit ihren Buckeln, die an den Seiten, hinten und vorne an den Sarg angeſchlagen werden. Außerdem werden auch nod) E>enbleche angeſchlagen, welche getrieben ſind. Defters wird noh) eine zinnerne Platte mit einer Inſchrift oder Wapenverzierung angebracht.

Beſchlag, Beſchläg, Beſchlä- 02, Beſchlacht, hat bey der Jägerey verſchiedene Bedeutungen? 1) die Buceln und Schnallen an dem Hirſchfänger und Hornfeſſel; 2) wenn ein Hirſch aus dem Sullach, d. i, dem Sumpf geht, und au Bäumen und Büſchen ſich reinige; 3) der Sullach ſelbſt; 4) der Baſt von dem neuen Geweihe des Hirſches, ingleichen der Stamm, an welchem der Hirſch den Baſt abſtreiftz(ſ. Daſt,)

"Beſchlag, Ärreſt, wenn Güter, Waaxen oder Hausrath wegen Schulden

Beſchlagen

oder Verbrechen, in gerichtlichen Gewahr- ſam genommen werden, Ingleichen, wenn die in den Häfen liegenden Schiffe ange- halten werden, ſoldes heißt die Schiſſe oder Güter beſchlagen, oder in Beſchlag nehmen, Franz, mettre un embargo, oder fermer les ports.

Beſchlag der Pferde, Pferde- beſchlag, hierunter verſteht man das Geſchäffte der Huf= und Waſſenſchmiede, da ſie die Hufeiſen anfertigen, und die Pfer- de damit beſchlagen, Dieſer Beſchlag fo- ſtet bald mehr, bald weniger, je nachdem die Schmiedekohlen und das Eiſen mehr oder weniger am Orte theuer ſind. Ob es veſſer ſey, den Pferdeveſchlag einzeln oder überhaupt nach einem jährliczen Werding zu bezahlen, darüber ſind die Defonomen nicht ganz einerley Meynung. Wenn man mit billig denkenden Ehmieden zu thun haf, oder die Pferde nur im Winter, bald länger bald fürzer, je nachdem der Froſt früher oder ſpäter einfällt, beſchlagen gehen, ſviſt es wohl gethan, den Beſchlag einzeln zu bezahlen. Damit aber der Ber ſchlag recht leſchaffen und dauerhaft ſey, oder wenn die Pferde im Winter und Soms- mer beſtändig in Beſchlag erhalten wer-

den, ilt es wohl beſſer, auf jährlichen Ver»'

ding beſchlagen zu laſſen. Denn es iſt der Schaden auf Seiten der Schmiede, wenn ſie fein gutes oder tüchtig zuſammenge- ſchweißtes Eiſen wählen, oder die Hufeiſen falſch oder unrecht auflegen. Sie kommen ſodann öftern unnöthigen Wiederholungen der Arbeit zuvor, denen ſie doch möglichſt auszuweichen befliſſen ſeyn werden, Beſchlagen, das, eines Pferdes, geſchieht, entweder den Huf gut im Stah- de zu halten, oder ihn zu heilen, wenn er ſchadhaft geworden iſt, En. Die

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