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20 Beſchälen
Die Gewohnheit in verſchiedenen Stutereyen, den abgeſtiegenen Hengſt noch- 'mals der Stute vor die Augen zu führen, damit ſie ihn recht beſehen, und das Füllen darnach werfen könne, iſt ſo ſchlechterdings nicht zu tadeln, Ich kenne einen Land- wirth, welcher eine ſtarke Pferdezucht treibt, und immer Pferde nur von einer und eben derſelben Farbe verlangt. Seine Farbe iſt aber dunkelbraun, Sobald der Hengſt, er fey ſchwarz, hellbraun, Fuchs oder Schimmel, abgeſtiegen iſt, wird felbiger gleich fortgebracht, und dagegen ohne Zeit- verluſt der Stute ein dunkelbrauner Wal- lach oder dergleichen Stute vorgeführet. Auf dieſe Weiſe iſt es ihm bisher immer gelungen, Fohlen von der verlangten Far- be zu erhalten.
Was aber vorhin von der Behandlung unbändiger Stuten geſagt worden, ſolches wird mehrentheils nur in Stutereyen aus- geübet, In meiner Gegend, wo ſowohl in der Mark, als in dem angränzenden Sachſen, eine ſtarke Pferdezucht getrieben wird, kömmt man mit wilven Stuten
meiſtentheils recht gut auf folgende Weiſe'
zum Zwe. Wollen nämlich die Stuten im März und April den Hengſt nicht zy- laſſen, ſo warten ſie damit bis in den May, da die Pferde auf die Weide getrieben wex- den, Hieſelbſt treiben nun die Wallachen mit den Stuten(Hengſte werden hier nicht unter den Heerden gelitten) ihr beſtändiges Spiel, wovon ſie endlich ſo zahm werden, daß ſie das Beſpringen der Wallache, und dann zulekßt auch das des Beſchälerhengſtes zulaſſen,
Den achten, neunten oder zehnten Tag nach dem erſten Belegen wird die Stute abermals dem Beſchäler zugeführer, und wenn ſie noch nicht empfangen hat, und den Beſchäler zuläßt, wie das erſte-
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Beſchäler
mal beſprungen, und dieſes ſo oft in glei» <em Zeitraume wiederholet, bis ſie em- pfangen hat, und daher den Hengſt nicht mehr annehmen will. Sollte aber die Stute nicht trächtig werden, und nach ei- nigen Springen fortroſſen, ſo muß ein an- derer Beſchäler gewählt werden. Alte Stuten beſonders zeichnen ſich hierinn ſehr aus, daß ſie von dem einen Hengſte nicht, von einem andern aber gar vald beſiehen,
Beſchäler, Beſcheller, Zucht- hengſt, das männliche Pferd, oder der Hengſt, welcher zur Belegung der Stuten gehalten wird. Er muß ſchön und ohne Fehler, und weder unter 5 noch über 18 Jahr alt ſeyn. Iſt der alte Hengſt aber vom Werthe, noch leicht und luſtig zum Springen, ſo findet eine Ausnahme Seatt,
In Anſehung der Farbe kömmt es auf die Liebhaber anz dem einen gefallen Rappen oder braune Pferde, dem andern Schimmel oder Füchſe, und man giebs zu Kutrſ<- und Arbeitspferden lieber den ein- farbigen den Worzug 3; zu Reitpferden aber will man mehrentheils lieber mehrfarbige haben, Die Größe wird nac) der Ardeit beſtimmt, weiche fie verrichten ſollen, Zrugnoni fagt: dieBeſchäler vom Kutſch« pferdenſchlage müſſen wenigſtens 5 Pariſer Fuß hoch ſeyn; da hingegen für Reitpferde 4 Fuß 8-=-9 Zoll hinlänglich ſind,
Hr. Srenzel hat aus dem Anhange zu Brugnonis Werke, von der Zucht der Pferde, die erforderlichen Eigenſchaften eines nicht gemeinen Beſchälers alſo mitgetheilet; Er ſoll haben einen guten Wuchs3 einen ſchönen Kopf, der nicht zu di> oder fert iſt; proportionirte Ohren, die nicht ſchlapp ſind; fehlerxfreye Augen, die nicht monatho blind, fett oder vom Staar verleßet ſind;
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