Teil eines Werkes 
2 (1796) Oekonomisches Reallexicon, worinn alles was nach den Theorien und erprobten Erfahrungen der bewährten Oekonomen unsrer Zeit zu wissen nöthig ist in alphabetischer Ordnung zusammengetragen, berichtigt und mit eigenen Zusätzen begleitet wird. 2
Entstehung
Seite
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18 Beſanden

Röhre weiß, der Schlund gelb, hat aber, weil ſie kürzer iſt, als der Kelch, kein Anſehenz der Fruchtkelch bauchig; im Jul. und Auguſt.

Beſanden, die Schmiede beſtreuen das Eiſen, wenn es in der Schweißhiße iſt, mit Sand, damit es nicht verbrenne.

Beſaßdeich, ſ. Rarpfendeich.

Beſakßung, Gewirre, Einge-

richt, an einem Schloſſ? alle diejenigen innern Stücke, welche in die im Schlüſſel- bart befindlichen Einſtriche(Einſchnitte oder Kerben) einpaſſen müſſen, damit das Schloß mit keinem andern Schlüſſel könne geöffnet werden. Dieſe Beſakung beſteht eigentlich) aus einem oder zwey aufgerichte- ten Blechen, die nach einem halben Zirkel- bogen geſtellt ſind, Dieſe Bleche umgeben ein Loch. des Mittelbruchs, worinn ſich das Rohr des Schlüſſels paſſet. Denn der runde Kreis des Schlüſſello<hs für das Rohr des Schlüſſels im Bodenblech läuft mit dieſem Loche im Mittelbruch parallel. In jedem Schloſſe muß die Beſaßung ver- ändert werden; denn dieſe muß den Bart des fremden Schlüſſels abhalten, daß er die Zuhaltung und den Riegel nicht errei= ehen könne, Daher beſteht die Beſaßung, in den Schlöſſern bald aus einem, bald aus zwey aufgerichteten Blechen, die im halben Kreis laufen, und zuweilen oben einen Wiederhaken haben. Zuweilen ſte- hen ſie auch. nicht ſenkrecht, ſondern ſchief auf dem Mittelbruchbleh. Man kann nicht alle Veränderungen beſtimmen, weil dieſe Beſakung faſt bey jedem Schloſſe ab- geändert wird.

Beſchälaufwärter, Beſchäl-

Fnecht, ein Knechte, welchem eine ge- Wiſſe Anzahl von Beſchälern zum Füttern

Beſchälen

und zur übrigen Pflege übergeben worden, Gemeiniglich hat ſol<er Knecht 4-5 Hengſte abzuwarten, welche er auch zum Belegen der Stuten vorführen muß,

Beſchälen, Beſchellen, Bele- gen, Bedecken, Beſpringen, Paarung, iſt das Zuſammenlaſſen dex Hengſte oder Beſchäler und der Stuten zu ihrer Begattung, welches entweder frey oder aus der Hand, geſchieht.

Das freye Beſchälen, oder ſo ge- nannte Linlaufen, beſteht darinn, daß die Hengſte unter den Stuten frey umher- Jaufen, und ſolche beſpringen können, wenn und wie ſie wollen, als welches in wilden oder halbwilden Stutereyen, z. B. in Sardinien, Ungarn, Pozlen u, ſ. w. ge- bräuchlich iſt. Es läßt ſich etwas dafür, mehr aber dawider ſagen. In Anſehung des leßtern weiß man, daß vielmals die Hengſte zu Schanden geſchlagen, oder furchtfam gemacht, oder zu ſehr entfräftet werden, wenn ſie theils zu viel Stuten auf einmal beſpringen, theils immer umherlau»- fen, und darüber das Freſſen vernach- läßigen.

Das Beſchälen aus der Zand iſt, wenn man den Hengſt nicht frey, ſondern mit der Halfter oder dem Kappzaume ge- zäumt auf die Stute, welche eben ſo gehal» ten wird, oder befeſtiget iſt, ſpringen läßt. Bey dieſer Beſchätungsart hat man mehr die Zeit, wenn das Fohlen fallen ſoll, in ſeiner eignen Gewalt, der Hengſt wird: mehr geſchont und beſſer gepflegt, und man fann es verhüten, daß er nicht zu Schan» den geſchlage werde, indem die Stuten ihm nicht eher, als wenn ſie roſſig oder hißig ſind, überlaſſen werden.

Die Kennzeichen einer hißigen oder

roſſenden Stute ſind theils bey allen, theils

nicht

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