Bertram
die Officin darf man ihn nur gleich an Ork und Srelle ſäen, und die> Pflanzen in der Folge verdünnen, ſo pflegen ſie ſtärker zu blühen und ſtärkere Wurzeln zu bekommen, Man kann auch abgeriſſene, oder abge- ſchnitrene Zweige in den Sommermona- ten auf eine ſchattige Rabatte feßen, w0- ſelbſt ſie leiche Wurzeln ſchlagen, und im Herbſte auf die ihnen beſtimmten Stellen gepflanzt werden können. Einige Kräu- terfenner ſagen, daß dieſe Pflanze in fäl- tern Gegenden aus dem Saamen in dem Miſibeete zu erziehen, im Scherbei zu hal ten, und im Winter in ein Glashaus zu ſeen ſey. Man verſuche veydes, da es bekannt iſt, daß wir nach und nod) ſs manche nicht einheimiſche Pflanzen doch an ein fälteres Klima haben gewöhnen fönnen. 6
Die Wurzel hat einen ſcharfen bren-
nenden Geſchinätt; Re bävirket alles, was*/
die Bibernellwurzel thun kann, nuv/ mit größerer Heftigkeit, welches ihren innerli- <yen Gebrauch) überaus ſeifen und bebutſanp macht... Sie wird dagegen mehr gekauet, beſonders wenn die Zunge gelähmt worden, ingleichen bey den Zahnſchmerzenz ſie füh- ret ungemein vielen Speichel aus; aud) gebraucht man ſie zu Zahn- Mund- und Gurgelwoſſern, ingleichen zu Nieſepulvern und äußerlichen Umſchlägen. Die Wur- zel in Eſſig gekocht, und in den hohlen Zahn geſteckt, wird von vielen wider die Zahn- ſchmerzen angerathen,
2) Unächte Bertramwurzel, Leucanthemum Canarienſe, oder Chry- ſanthemum fruteſcens LL Vaterland: die Canarieninſeln. Wurzel: weiß, hol- "zig, dünner als die vorige, auch weniger im Geſchma> brennend. Strauch: im-
Berufsiv|
ne Ordnung an den Aeſten, federartig, dick,
fleiſchicht, bläulichegrün, und die Lappen davon mit drey ſtumpfen Zacken geendiget. Zlume: oben an den dünnen, langen, nacfenden Aeſten, welche aus den obern Aeſten. hervorkomwen, einblumig. Die weißen Randblüm<hen ſind zungenförmig, am Ende dreyzackicht, weiblichen Ge« ſchlechts, von vielen gelben Zwitterblumen umgeben, welche wie bey der ächten Art beſchaFen ſind. Die Blumen blühen den ganzen Sommer, haben aber kein ſonderli- <hes Anſehen« Die Vermehrung geſchieht leicht vurch Zweige, Die immergrünen Sträucher ſind dauerhaft, müſſen aber den Winter über im Glashauſe aufvehalten werden.
gefire
rer, auch deutſcher B
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5 LE.- PIC "Linn. Vaterland: Europa, an ungebauten Orten, um die He>en und Miſtſrellen? än den Dörfern. Stentel: mehrere darniederliegend, äſtig, etwa 2 Fuß lang, boßbl, mit Stachein beſekt, Bitärter: ſehr haarig) gezähnt, rauh, lang, ſchmal, faſt eyrund. Blumen: fein, mit zuſammengedrückten Fruchtfel- <en, blau, im, Zun. Saamen? bald nachher reif. Wenn man dieſ? Pflanze einmal in den Garten gebracht hat, ſo ver- mehret ſie fich ſelbſt ſehr häufig von dem ausgefallenen Eaamen. F
Aetzyptiſcher Deryfswand, Alpe- rugo Aegyptiaca. Watferland: Aegy- pten, Strenttzel: ſehr weitſchweiſfig, ZAlätrter: breit, lanzettförmig, außeror- dentlich rauh, voll von Warzen, nahe an
mergrünend, klein, deſſen holziger Stengel den Spißen matt-purpurroth, auf Stielen
ſich in viel& Aeſte theile. Dlätter: ch- Wet, Regliexicon 1. Theil.
an den“Zweigen ſtehend, Plume: die € Röhre


