Teil eines Werkes 
2 (1796) Oekonomisches Reallexicon, worinn alles was nach den Theorien und erprobten Erfahrungen der bewährten Oekonomen unsrer Zeit zu wissen nöthig ist in alphabetischer Ordnung zusammengetragen, berichtigt und mit eigenen Zusätzen begleitet wird. 2
Entstehung
Seite
13
Einzelbild herunterladen

Bergzinm

Feuer.oder ändere Zukichtung erſt verkäuf- lic) gemacht werden müſſen, trägt der Staat zu den Poch- Waſch- Hütten- und ſonſtigen Zubereitungskoſten, näch Wer- hältniß ſeines Zedends, mit bey. In Ermangelung gewiſſer Provinzialordnun- gen, genießen die Bergbauenden auf 6 Jahre die Zehendbefreyung: Steinkohlen jedoch) ausgenommen, bey welchen diefe Befeeyung nicht Statt findet, A+ 42. R Th. IL. Tit. XV1. 6. 98.|f

Bergzinn, dasjenige reine und noch unverſeßte lautere Zinn, welches noch ſo iſt, wie es aus den Schmelzhütten fömmt, ohne zugeſeßtes Bley zu haben. Cs heißt

auc Sürtenzinn.-

Bergzinnober, ſo nennt man den gewachſenen Zinnober, wie er in den Berg- werken gefunden wird, im Gegeniah des, jenigen, welcher durch die Kunſt hervor-

gebracht wirdz er iſt ſehr ſelten anzu=

treſſen.

durch gewöhnen, daß ſie heimlich und zahm.

werden.

Berichten, beißt bey dem Stellma- <er, wenn er die zuſammengeſeßren Felgen eines Rades, die ſchon mit den Speichen und der Nabe vereiniget ſind, ebnet, daß keine vor der andern ungleich vorſtehe. Er ſteckt deswegen den Aufpußbaum in das Foch.der Nabe, legt ſolchen auf den Rade- ſto, und indem er das Rad auf dem Bau- me im Roveſtoe hberumdreht, ſo behauet er die Seiten der Felgen mit vem Langbeil,

und ebnet die Stirn mit dem Schneidemeſ-.

fer und Hoveln. Berill, Beryllus,, ein Edelſteir von bloſſer, bläulichtgrüner Farbe- Wenn

Berlinerb 13

dieſe ſehr blaß und der Waſſerfarbe ähnlich iſt, wird derſelbe Aquamarin genannkz der mehr grüne aber heißt Derill. Die bloſſen kommen oft an Feuer den Diaman- ten bey. In den Gegenden des Euphrats und in Oſtindien findet man den Orientalt« ſchen; in der Schweiz, Böhmen und Sach- ſen, den Occidentaliſchen. Je ſchöner der Berill an Farbe iſt, je höher wird er geſchäßt. Man ſchneidet dieſen Stein g2 meiniglich mit vielen E>en, damit er durch derſelben Wiederſchein mehr Lebhaftigkeit und Glanz bekomme, Cs giebt aud) un- ächten, aus gebranntem Kupfer und pul- veriſirtem Cryſtall nachgefünſtelten, Be- rill; desgleichen nennen die Jtaliener alle Cryſtallen, welche einige Farbe in ſich ha» ben, ebenfalls Berillen.

Berline» eine bequeme Kutſche, die wan zurückſchlagen kann, und welche von dem Orte ihrer Erfindung den Namen

durch die Franzoſen bekommen hat. Dieſe

Berichten» abtragen, die jungen Kehen noch jeßt dieſe Art: Wagen ihren Falken auf'der Hand tragen, und hier-"

Carroſſes vor, weil die Berlinen nicht ſs leicht umſchmeißen, auch. auf Reiſen viel leichter, dauerhafter und commeder ſind, als die Carroſſes. Man fertiget jekt in Frankreich eine noch leichtere Art von flei- nen Wagen, nach Art der Berlinen, die Berlingot, und noch gewöhnlicher, Bre-. lingot, genannt wird..

Berlinerblau, Preußiſch Blatts

eine 1704. von Conrad Dippel zu Berli er'undene ſchöne blaue Materfarbe, welche ſfiwohl zu Oel.- und Waſſerfarben, als auch zur Laſur gebraucht wird", und von ſolcher Dauer iſt, daß: auch das Scheidewaſſer ihr nicht ſchaden kann. ian hat davon zweyerl-y Arten: die eine fällt ins Dunke- le, die andere ins Helle- Es wird dieſe.

4 Farbe.