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wie Ketten ausſtrec>enz und Gebirtze ge-
nannt werden.+;
Der Urſprung der Berge wird von den Naturforſchern verſchiedentlich. ertläret, Burnet ſieht ſie für Schutthaufen an, wel- <he durch die Sündfluth entſtanden wären,
vbr welcher, nach ſeiner Meynung, die
Erde eben geweſen ſeyn ſoll, Najus ver- muthet, daß ſie dur unterirdiſches Feuer und Erdbeben entſtanden wären. Nach Buffon iſt der Urſprung der größern Bexy- ge, welche ſich in dem alten Welttheile von Weſten gegen Oſten, in dem neuen aber von Norden gegen Süden, als eine zuſam- menhängende Kette ausbreiten, vornehm: lich von der allgemeinen Bewegung der Ebbe und Fluthz der Urſprung aller andern Berge aber von den beſondern Bewegun- gen der Meerſiröme, der Winde und ande- rer unordentlichen Aufwallungen des Mee- res herzuleiten. Allein ob man ſchon nicht leugnen fann»=daß durch» die Suündſluth
Berge können entſtanden ſeyn; ob man.
glei) ferner verſchiedene Beyſpiele hat, daß in den neuern Zeiten Berge durch Erdbe- ben hervorgebracht worden, und daß die Ebbe und Fluth, nebſt den beſondern Be- wegungen der Meeresſiröme, viele Verän- derungen auf der Oberfläche des Erdbodens verurſachen 3 ſo-läßt ſich deswegen doch nicht behaupten, daß der Urſprung aller Berge dieſen Urſachen zugeſchrieben werden müſſe- Wahrſcheinlicher Weiſe baben die meiſten Berge einerley Alter mit der Erde. Man darf nur diegeſchickte Zuſam- menordnung, die Nothwendigkeit und den Nußen derſelben erwägen, um ſich von der Meynung zu überzeugen, daß fie von der erſten unmittelbaren Einrichtung ves Sch0= pfers herrühren müſſen.
Es ſind aber die Berge nicht nur eine Zierde des Erdbodens, und verſchafſein uns
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die angenehmſten Ausſichten, ſondern ſie enthalten auch anſehnliche Schäße von koſt» baren Steinen, Metallen und andern nüß-
lichen Mineralien, und geben den Quellen
und Flüſſen ihren Urſprung; ſo wie ſie durch die heilſamen Kräuter urid wichtigen Waldungen, womit ihre Oberflächen ins- gemein bedeckt ſind, dem menſchlichen Ge-
ſchlechte viele Worcheile verſchaffen.
Berg, laxum. Unter dieſem Na» men verſteht man in Bergwerken dasjenige Geſtein, welches kein Erz führt, und ne- ben den Gängen bricht.
Bergart, matrix metallorum. iſt eine ſolche Geſteinart, die eine Anzeige zu Erz giebt, und bey oder mit dem Erze bricht; z- E, Blende, Spath, Schiefer, Hornſtein u, ff. Eigentlich ſind dieſes taube Bergarten, ſie geben aber zu erken» nen, daß in der Nachbarſchaft Erz vor- handen ſey. Wenn aber dergleichen Berg»
- arten"Metall-hoy ſich=führen,„ſo werden. ſie Erz, und nach) den Bergarten, worinne
ſie brechen, genannt, Z,+ E, hornſieinig Erz, ſpathig Erz u. ff.
Bergbalſam, Naphtha, Naphtha, iſt eine feine, dünne, durch» ſichtige, ölichte Subſtanz, von einem ſehr ſtarken Geruch z ſie iſt ſo klar, wie Waſſer und hat eigentlich keine andere alz Waſſer» farbe. Sie fängt von weitem Feuer, und beſteht aus einem fauern und dem feinſten brennlichen Weſen, Die dur die Kunſt bereitete Naphtha, vermittelſt des Vietriole- dis und Weingeiſtes, hat mit dem Bergs balſam oder der natürlichen Naphtha eini» ge Aehnlichkeit. Dieſer Bergbalſam, oder die natürliche Nophtha, wird in Perſien gefunden, woſelbſt fie auf den Brunnen» wuſſern geſammlet werden. ſollz ſie iſt von dem Bergöl, welches in verſchiedenen Cue
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