Teil eines Werkes 
2 (1796) Oekonomisches Reallexicon, worinn alles was nach den Theorien und erprobten Erfahrungen der bewährten Oekonomen unsrer Zeit zu wissen nöthig ist in alphabetischer Ordnung zusammengetragen, berichtigt und mit eigenen Zusätzen begleitet wird. 2
Entstehung
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4 Berceay

Branndkwein daraus; beſonders pflegt man ſie, wegen des ſäuerlichen kühlenden Safte3, auf verſchiedene Art zu zubereiten und nüßlich anzuwenden. Es kann näm- lich dieſer Saft zur Bereitung des Pun- ſches gar füglich die Stelle des Citronen- ſafts vertreten. Die ganzen Beeren wer- den entweder mit Zucker eingemacht, oder es wird der Saft davon mit Zucker, als ein Syrup und Gallert, oder auch dieſer allein, ohne allen Zuſaß, eingekocht, um auch, außer der Punſchbereitung, zum Spei- ſegebrauch, ſtatt der Citronen, zu dienen, In Schweden wird der ausgepreßte Saft, ohne ihn zu kochen, in Flaſchen gefüllt, und dieſe werden dann mit Korkſiöpſeln

wohl verwahret, oben auf den Saft gießt

man ein wenig friſches Baumöl, und hebt ihn im Keller zum Gebrauche auf. Folg- lich iſt ſolcher bey allen hikigen Krankheiten von vorzüglichem Nußen. In Aegypten wird er, nach Proſper-Alping«Berichte, häufig zur Zeit der Peſt gebraucht 3; auch bey gallichten Durchfällen, faulen Fiebern und der rothen Ruhr durc<gehends gelobt,

Berceau, ſf. Tonnengewölbe,

Berceuſe, Bercere, iſt eine Art von Großvaterſtühlen, welche eine ſtarke geneigte Lehne haben, die man auch wohl ganz niederlaſſen kann, indem ſolche über dem Siß mit'pen befeſtiget iſt, und hinten einen Fuß bat, worauf ſich die Leh- ne ſtüßen konn; oder die Lehne wird durch Riemen, die an den beyden Seiten ange- bracht ſind, zu einer geneigten Lage ge- ſpannt, Vor dem Stuhle iſt ein Taburet befeſtiget, damit ein Kranker ſeine Füße darauf legen könne,

Berechnen, heißt eigentlich nichts anders, als Rechnung über Einnahme und Ausgabe ablegen, oder eine Rechnung

Berg

ſchließen, und wird ſowohl von Perſonen,

"die Ab- und Gegenrechnung mit einander

haben, als auch von ſslchen, die über eines andern Güter zu diſponiren berechtiget ſind, geſagt:"

- Bereiten, ein Pferd zum Reiten abrichten. Ein abgerichtetes oder ſchulge- rechtes Pferd heißt daher auch ein beritte-

nes, gewöhnlicher aber, ein zugerittenes.,

Pferd. Von Menſchen heißt beritten, ein Pferd haben. Die Reuterey iſt ſchon be- ritten, d. i. hat ſchon Pferde,

Bereiter, Bereuter, iſt derjeni- ge, welcher allerley, und inſonderheit jun- ge rohe Pferde, die noch) nie weder Reiter noch Ziegel gehabt haben, nach der Kunſt abzurichten weiß. Er muß daher die Na- tur, ſowohl die inn- als äußerliche Beſchaf- fenheit eines Pferdes auszuſtudiren wiſſen, damit er ſolches nach ſeinem Temperamen- te angreifen und behandeln-könne. Der Bereiter ſteht unter dem Stallmeiſter, und dieſer unter dem Oberſtallmeiſter,

Berg, dieſen Namen giebt man, wie bekannt, den ſehr merklichen Erhöhungen der Erde, die ſich weit umher erſtrecken, da hingegen man diejenigen, welche feine beträchtliche Höhe haben, blos Hügel zu nennen pflegt. Die Geſtalt der Berge iſt ſehr verſchieden, doch meiſtentheils kegel» förmig, Cinige haben auf ihren Gipfeln große Flächen, welche ſich bisweiien auf viele Meilen erſtre>en, und mit Holz oder

andern Gewächſen verſehen ſind; andere

ſind in viele Spiken zertheilt, welche meh» rentheils aus Felſen beſtehen. In Anſe- hung ihrer Höhe findet man einen eben ſo großen Unterſchied, als-in Anſehung ihrer Geſtalt... Man findet nicht nur einzeln ſte- hende Berge, ſondern auch ganze Rei- hen von Bergen, die ſich der Länge nach

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