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und Gänſen aber eine Stunde vorher, iſt die beſte und bequemſte Zeit zur"Zurü- kunft des Viehes aus dem Felde.
47) Die Vorſorge wegen Unſchädlichkeit der Dorfhunde.
Nicht allein Schäfern und Hirten, muß zur Treibung des Viehes und Abhaltung der Raubthiere von.den Heerden, eine gewiße Anzahl von Hunden zu halten erlaubet werden, ſondern auch ein jeder Dorfeinwohner hat ſolchezur Bewachung ſeines Hauſes und Reinhaltung ſeiner Hofſtelle nöthig. So übelgeartet aber. an vielen Orten“das Landvolk ſelber zu ſeyn pfleget, ſo ſind auch gemeiniglich von eben ſolcher BeſchaFenheit ihre Hunde. Wenn Reiſende. ſich auf allen Seiten von beißenden und lermenden Hun- den umgeben ſehen, ſo fönnen ſie ſichere Rechnung machen, daß ſie-ſich an einem Orte, wo nur ſchlechte Policeygeſeße ſind, befinden. Wieviel Unglück bey ſcheuen Pferden durch'das jähe Anſpringen der Dorfhunde angerichtet werde, iſt aus der Erfahrung befannt. Nicht allein hiedurc<h, ſondern auch auf verſchiedene andere Arten, fann durch die Dorfhunde, wenn deshalb nicht gehörige Ordnung gehalten wird, Schaden und Unheil geſtiftet werden. Um das Hauptſächlichſte hiebey zu vermeiden, würde bey einer richtigen Dorfpolicey deshalb nachfolgendes zu beobachten ſeyn.
a) Das Ayſpringen u1d Anbellen der Durchreiſenden muß ſchlechterdings abgeſtellet werden, welches durch öftere Beſtrafungen der Hunde zu erzwingen gar wohl mög- lich iſt. Denn da nicht alle Hunde dieſe Untugend an ſich haben, ſo iſt offenbar, daß es bloß eine angenommene Gewohnheit ſey, woran die müßige und auf-aller- hand Unfug denfende Bauerjugend hauptſächlich Schuld iſt. Man darf nur ein Paar dergleichen die Reiſende beunruhigende Hunde todtſchießen laſſen, ſo werden die übrige Einwohner ſchon von ſelbſt ihre Hunde zurück und in Ordnung zu halten ſu- <hen. Die Dorf-Policey kann ohne dergleichein geſchäfte Mittel nicht'beſtehen, ſon- dern alle deshalb ertheilte Befehle werden dem verhärteten Bauervolf.„. wenn ſie nicht einen wahren Ernſt und Nachdruck ſehen, zuleßt zum bloßen Gektehtet.
b) Reine beißige und anfallende Zunde ſind zu dulden, ſondern unßerzüglich zu tödten oder auf andere Art abzuſchaffen.
Schon in dem Römiſchen Recht ſind wegen aller Schaden zufügenden Thiere die jedem Rechtsgelahrten bekannten Verfügungen geſchehen. Die dazumahl gewöhn- liche Noxz Dario findet in unſern Tagen keine Statt. Einem von einem Hunde zu Schanden geviſſenen Menſchen würde mit Ueberlaſſung des Hundes wenig gedienet ſeyn. Die Herren ſolcher ſchädlichen Hunde zu beſtrafen, und.zur Erſeßung des Schadens anzuhalten, demnächſt aber den Hund ſelber aus dem Wege zu ſchöffen, ſind zu unſern vernünftigen Zeiten" die ſicherſten Mittel, einer ſolchen Art:von Unheil gehörig zu begegnen, und das Publifum in dieſem Stüe ſicher zu ſtellen, j
c) Daß kein Zund indem Dorfe geduldet werde;“dem vicht der Tollwurm genom- men worden.
Ob es zleichnoch nicht ausgemachet,“daß“der ſogenannte Tollwurm, welches nichts anders als ein in'der unter der Zunge'des Hundes liegenden Ader befindliches Gewächſe iſt, die einzige und wahre Urſache des Hunderaſens ſey, ſo wird es doch von allen Jägern und andern Hundeverſtändigen dafür angegeben.“:Von-Spxiten
der;Policey hat man ſich alſo ſolange das Gegentheil nicht. dargethan."pon; n | ieſe


