. innerhalb denen nächſten zwanzig Jahren, we
ir Friedrich von Gottes Gnaden, Marggraf zu Bran- denburg, des Heil. Rom. Reichs Erz Cämmerer und Churfürſiy Souverainer und Oberſter Herzog von Schfeſien, Souverainer Prinz von Oranien, Neufcharel und Vallengin, wie auch der Grafſchaft Glaß, in Geldern, zu Magdeburg, Lleve, Jülich, Berge, Stettin, Pommern, der Caßuben und Wenden, zu Mecklenburg und Croßen Herzog, Burggrafzu Nürnberg, Fürſt zu Halberſtadt, Minden, Camin, Wenden, Schwerin, Raßeburg, Oſt-Friesland und Moers, Graf zu Hohenzollern, Ruppin, der Mark, Ravens» berg, Hohenſtein, Tecklenburg, Schwerin, Lingen, Bühren und Lehrdam, Herr zu Raven- ſtein, der Lande Roſtock, Stargardt, Lauenburg, Bütow; Arley und Breda 2c. 2c.
Thun kund und, fügen hiermit zu wiſſen* Rachdem der hieſige Buchhändler Joachim Pauli Uns aller-
unterthänigſt angezeiget- wasgeftallt er den Druck und Verlag eincs, nach dem, Uns vorgelegten
Plan auszuarbeitenden deutſchen Werks, unter dem Titul: j Oeconomia Forenſis, oder Furzer Inbegriff derjeuzigen Landwirthſchaftlichen Wahrheiten, welche allen, ſowohl hohen als niedrigen Gerichts- Perſonen zu wiſſen nöthig;
übernommen, und in Anſehung der darauf zu verwendenden anſehnlichen Koſten, zugleich Anſuchung
gethan; ihm hierüber ein Privilegium allerhuldreichſt zu ertheilen 3 Als haben Wir, in Betracht der
Nutzbarkeit dieſes Werks, ſothanem Geſuch in Gnaden zu deferiren, kein Bedenken getragen.
Wir than auch ſolches hiermit und kraft dieſes Unſeres offenen Briefes, dergeſtallt und alſo) daß außer ihm, dem Buchhändler Joachim Pauli und deſſen Erben, niemand, ſowohl in Unſerm Königreich Preußen, als auch in allen Unſerea übrigen Landen und Provinzien, vorgedachtes Buch,
der ganz- noch Auszugsweiſe, nachzudrucken, noh in an- dere Sprachen zu überſezen; weniger diejenigen Exemplaria, ſo etwa außer Unſeren Landen von andern nachgedruckt, überſcket und verleget ſeyn mögten, in Unſere Lande einzuführen und daſelbſi heimlich oder Sffcutlich zu verhandeln und zu verfaufen befugt, ſondern ſolc<hes bey Confiscation alley Exemplarien, wie auch Zweyhundert Nthlr. Geld- Strafe, wovon die Hälfte unſerm Fisco, die qaadere Hälſte aber dem Imp-tranren und deſſen Erben zu ehtrichten, gänzlich verbothen und nicht zugelaßen ſeyn ſoll.
Wir und Unſere Nachkommen wollen auch mehrermeldeten Buchhändler Joachim Pauli pp deſſen Erben, beregfe Zeit der Zwanzig Jahre über, hiebey allergnädigſt Fräſtigſt ſ<üßen, handhäbe und erhalten. Geſtallt Wir dann allen Unſeren Magiſtwäten und Gerichts-Obrigkeiten, hiermit aller gnädigſi und exnſilich anbefehlen, ſolches an Unſerer Statt gleichfalls zu thun, über den Jnnhalt die- ſes Unſers Privilegii gebührend zu halten, und diejenige, ſo dawider handeln, mit vorerwähnter Strafe ohnuachläßig anzuſchen.
Dahingegen-iſt[mperrant nebſt ſcinen Erben, bey Verluſt dieſes Privilcgi, ſchuldig und gehal: ten, obhemeldetcs Buch nicht nur um einen billigen Preiß zu verkaufen, ſondern auch von jedem Druck deſſelben viey Exemplaria an Unſer Lehns- Archiv, nebſt den gewöhnlichen Exemplarien an Unſere Bib- liothec allhier, abzuliefern.
Getreulich ſonder Gefährde. JcdoM Uns an Unſern und männiglichen an ſeinen Nechken ohne Schaden.
Uhrkundlich unter Unſerer Eigenhändigen Unterſchrift und aufgedrucktem Königlichen Lehns-Sie- gel. So gegeben und geſchehen: Berlin den 13ten Februarii 1775.
Friedrich. /(L.S.)
FE. Privilegium, für den Buchhäudler Joachim. Pauli- über ven Druck und Verlag eines'Werks, untey dem Titul: Oeconomia Forenlis. Münchhauſen '» 7].*


