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Hättet, ohngehindert und mit Freuden zu Stande gebracht werden. Mit Recht und nicht bloß im Scherz könnte man dergleichen Bauern mit dem berühmten Herrn von
. Solberg unter die Profeſſores Philofophiz naturalis zählen. Das Königreich Böh-
men giebet durc< den daſelbſt vor furzen eingefahrten Acker-Catechiſmus hierunter ein nachahmungswürdiges Beyſpiel, Nur müßte derſelbe nach der Verſchiedenheit der Landesarten einer jeden Gegend näher angepaſſet, und durch einen Unterricht von den haußlichen Geſchäften, für die Kinder weiblichen Geſchlechts, vermehret werden. Ein Bauer mag ſo vernünftig ſeyn und handeln wie er will, ſo gehet er dennoch, wenn er nicht eine gleich vernünftige Hauswirthinn hat, zu Grunde. Die Bauerkinder weib- lichen Geſchlechts, haben daher auch einen Unterricht nöthig.
3) Die nöthige Vorkehrungen zur Abwendung aller ſchädlichen Feuersgefahr.
Theils die gewöhnliche Strohbedachung, und theils das nahe Aneinanderliegen der Bauerhäuſer und dazu gehörigen Wirthſchaftsgebäude, macht dieſe Vorſicht auf dem Lande und in den Dörfern vorzüglich nothwendig. Das hiebey zu Beobachtende wür- de hauptſächlich auf nachſtehende Puncte anfommen.|
a) Daß, ſoviel möglich, die Zäuſer mit maßiven Schornſteinen und Feuermauern zu verſeben wären, indem die Erfahrung genugſam lehret, wie viel Gefahr mit den gewöhnlichen, von bloßen Holz und Leim herausgeführten Schornſteinen; ver- knüpft iſt. Die Entſchuldigungen, wegen der dadurch zu verurſachenden Koſten, iſt mit der von deſſen Unterlaßung zu befurc<htenden Gefahr, in feine Vergleichung
u ſeßen.
vb?.. nicht allein die Bauerhöfe ſelber, ſondern auch die zu den Bauerböfen erforderlichen Gebäude, nicht zu nahe an einander zu bauen. Die Natur der Sa-
-<e giebet es von ſelbſt, daß ein Ort, wo die Gebäude dicht an einander liegen, bey einer entſtandenen Feuersbrunſt weit mehrerer Gefahr, als ein andrer, in welchem die Gebäude von einander entfernt ſind, ausgeſeßet ſey. In den Dörfern iſt, wegen der Strohdächer und andrer allenthalben befindlichen brennbaren Materien, das nahe Zuſammenliegen der Häuſer, Scheunen und Ställe, doppelt gefährlich.
c) Daß die Wirthſchaftsgebäude mit allerhand. ho<wachſenden Baumarten zu umgeben.
Nichts<hut auf den Dörfern einer entſtandenen Feuersbrunſt mehr Widerſtand, als die zwiſchen den Bauerhöfen und Wirchſchaftsgebäuden befindliche hochſtämmige Bäume. Site halten nicht allein den beygallen Feuer gewöhnlichen Wind ab, ſon- dern verhindern auch, daß das Feuer ſich nicht ſo leicht den andern nächſt anſtehen- den Gebäuden mittheilen könne. Vernunft und tägliche Erfahrung beſtätigen ſolches.
d) Daß die nötbige Seuerinſirumente in gurer Ordnung gehalten werden. In wohlgeordneten Staaten, iſt bereits durch öffentliche Geſeke beſtimmet, was, und wie viele Feuerinſtrumente ein jeder Dorfseinwohner in Bereitſchaft halten müße. Wo vorzügliche Ordnung herrſche, pflegen einige benachbarte Dorfſchaſten eine große Feuerſpritze zuſammen zu halten, 1nd die Dienſte, die ſolche bey entſtandener Feuersgefahr verrichtet, bezahlet die darauf zu verwendende Koſten ſehr reichlich. Die Vernunft lehret, daß der Auſbehaltungsot einer ſolchen gemeinſchaftlichen
Sprißke, ſo viel möglich, in dem Mittelpunct der daran Theil habenden Dorfſchaften S zu


