30- Erſtes Hauptſtüs,
hauef, und öfters theils verſchwendet,"Man muß daher ſi bloß mit ſchwa: und im beſten Wuchs ſtehenden Stammen beheifen. v 6 im ſhwarhen, zmonifen
D-14604 4 Daß man aber auch das Zolz nicht zu lange ſtehen, und überſtändig werden laßen müſſe.
Läßet man aber das Holz, nachdem es zu ſeitier Vollſtändigkeit gelanget, länge ſtehen, und, wie man es nach.der Forſtſprache zu nennen pfleger, AerftänbiG Dachen% iſt ſolches ebenfalls den Regeln einer vollſtändigen Holzwirthſchaft zuwider, und man ftif: fet dadurch nichts als Schaden. Dergleichen überſtändige Bäume nehmen nicht allein in ihrer Stärke nicht weiter zu, ſondern ſind auch dagegen mancherliey Krankheiten und Zu- fällen, die ſie zu einem unbrauchbaren Holze machen, ausgeſeßet. Auf ſolche Art fann das beſte Bauholz und Kaufmannsgut in wenigen Jahren in bloßes-ſchlec<tes Brennholz rn NEUE vis; 4,
Seine Waldungen zu rechter Zeit, nicht zu frühe und nicht zu ſpäte zu nußen, gehöret daher mit zur wirthſchaftlichen Klugheit, und, wo ſolche nicht 1 en MBE: wird, iſt ie Schade KNEE|
as in dieſem und dem nächſt vorſtehenden 5. angeführte, wird i ichts- ftäten auf mancherley Weiſe nüblich ſeyn können.*. enge ID DI Drin
Die Länge der Zeit, die zum Anwuchs der verſchiedenen 5olzäarten erfordert werden, kann zur Ueberzeugung dienen daß eine in einer nutzbaren Waldung vorge- nommene Verwüſtung für eine dex ſ<ädlic<ſien Deteriorationen, die nur immer einem Sandaut in ſeinen Wirthſchaftstheilen wiederfahren können, 3u achten ſey.:
Der Satz von der Vollſtärwdigkeit.des 501zes, 311d daß ſolches weder früher '10< ſpäter genutzet werden müße, wird beſonders in den Streitigkeiten, ſo aus dem Recht des Geniesbrauces entſtehen, ſeine Anwebre finden, und die Yiaasregeln zur Bewirthſchaftung der unter Pormundſchaft oder andrer öffentlichen. Verwaltung ſre- henden Güter können, in Ayſehung der Zolznutung ebenmäßig darays entnom 403en werden»;. 3
4. 42. Von Brand und Windbrüchen.
'Ein jeder nußbarer Wirthſchaftstheil hat ſeine beſondere widrige Schickfale und Unglücksfälle. Holz und Waldung ſind davon nicht ausgezommen,, ME„dpt vielmehr vorzüglich unterworfen.::
Brand und Windbrüche ſind die gewöhnlichen Feinde der Wälder, durch welche ix denſelben nicht ſelten die größeſten Verwüſtungen angerichtet werden.
Der Brand trift bei einer anhaltenden Dürre nur gemeiniglich die Ficht- und Kiefer- Wälder. Das in denſelben befindliche trockene Heidekraut faßet öfters durch den geringſten Funken Feuer, welches in der größeſten Geſchwindigfeit um ſich greifet. Da dergleichen Brand nicht anders als durch Vorgrabung gelöſchet werden Fann, hiezu aber eine Menge von Menſchen, die wegen der Entfernung nicht ſobald zuſammen zu treiben ſind, erfordert wird, ſo iſt der daraus entſtehende Schade meiſtentheils von ſehr großer
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