Teil eines Werkes 
Erster Band (1775)
Entstehung
Seite
29
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Bon den allgemeinen Begriffen: die ein Richter tc. 29

Faufänden Z6Bes in Abzug bringet." Apch auf die Führen und das mehrere'Seſpannzp wel.hes ay fol:hen von Waldung eiitvlößten Gertern nothig iſt, muß geſehen werden» Ja y es mag daſelbſt der 7invau des Zolzes für eine der nöthigſten und vorzüglichſten W7eliorationen geachtet werden.

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5 Wie lange eine'jede Zölzart; ebe ſie wirthſchaftlich genutzet werden könne,

:| ſtehen muüße."2

Die Bäume gehören zu dem Pflanzenreiche. Eine jede Pflanze hat eine-gewiße

beſtimmte Zeit, binnen welcher ſie zu ihrer Vollſtändigkeit gelanger.. Nachher ſtirbt ſie wieder ab, und wird, wenn ſie nicht zu rechter Zeit genußet wird, unbrauchbar. Eben ſs verhält es ſich auch mit den verſchiedenen Holzarten,

( Nach den Bemexkungen erfahrner Forſtverſtändigen, würden die in unſern Ge- genden befanntie Holzarten zu ihrer Vollſtändigkeit folgende Jahre nothig haben:

Die Fichte.=.'- 100 Jahre. Die Tanne-- 120:== Die Kiefer-- x 20''=- Die Eiche--"400= Die Rothbüche- I50== Die Weißbüche 2 100== Die Linde-- I00== Die Rüſter-- TOO-= Die- Birke-- 60:4 ; Die Erle ZE iD gol as 4,08"SN EIIOAICKHE ZICSE 120= Die Sspe:- 60:22

Fätlet man das Holz eher, ſo hut man ſich, wenigſtens in den erſten acht Arten,

in Abſicht der Nußung, Schaden. Denn nicht allein in Anſehung des Verkaufs iſt zwi- ſcheneinem ſtarken und ſchwachen Baum, zwiſchen einem Hamburger Balfen und einem Bohlſtamm, ein ſehr wichtiger Untevſcheid, ſondern man kann fich auch im eignen Ge- brauch von einem zur Vollſtändigkeit gediehenen Holz eine. weit längere Dauer, als von demjenigen, welches in ſeinem beſten Saft und Wachschum gefället worden, verſprechen. - Man nimme faſt allenthalben wahr, daß die vor Alters erbauete hölzerne'Gebäude

weit dauerhafter ſind, als die, fo zu unſern Zeiten errichtet werden. Ja, man trift in einem vor hundert Jahren erbaueten Hauſe, öfters noh friſcher und ferniger Holz. au,

als in einem erſt'vor dreyßig: Jah errichteten.» Die Urſache davon darf man nicht erſt in

dem unter den Zimmerleuten ſo berühmten Wadel ſüchen, ſondern ſie wird aus der Ver-

gleichung des damahligen und jeßbigen Zuſtandes unſerer Waldungen von ſelbſt offenbar.

Zu den Zeiten unſerer Vorfahren war überall ein Ueberfluß an Holz, und niemand fand

fich in die Nothwendigkeit'geſeßet, zur Erbauung der erforderlichen Gebäude das unreife and noch nicht zu ſeiner gehörigen Vollfommenheit gediehene, anzuwenden. In unſern Tagen aber iſt der Holzmangel faſt allgemein, das ſfrarkfe und zu ſeiner Reife gelangte Zimmerho!lz har man cheils verfaufet, gr. den cäglicpy anwachſenden: Audattn a ver- 5 auet,