Teil eines Werkes 
1 (1808) welcher die beyden ersten Theile des Originals enthält
Entstehung
Seite
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ſtellt wird, den man den Träger nennt, und auf deſſen Boden ſich ein Lager von langem Stroh befindet. Der geſchmolzene Leim wird auf dieß Stroh gegoſſen, filtrirt ſich durch dasſelbe und fällt in den Kübel. Dieſe Operation muß ſchnell geſchehen und der Ort, wo ſie vorgenommen wird, warm ſeyn, damit der Leim nicht feſt werde. Man gebraucht darum ſelbſt die Vorſicht, den Träger und den Kübel mit Zeugen zu bedecken um das Kaltwerden zu verhindern, 4

Den Leim läßt man, damit er ſich reinige, drey oder vier Stunden in dem Kübel und nimmt ihn, uoch geſchmolzen heraus, um ibn in naſſe, hölzerne Käſichen zu thun, worin er geſtehet.

Wenn man Leim von verſchiedener Qualität erhalten will ſo bringt man in verſchiedenen Höhen, des Kübels Hähne an, und läßt den Leim ablaufen; indem man' dieſe Hähne, ape vberſten zuerſt, nach und nach öffnet, der, welcher zuerſt heraus fließt, iſt der reinſte, der letzte iſt nur eine untere Lage, ſchmutzig von allen ſich niedergeſchlagenen Unreinigkeiten.'

Man läßt den Leim vier und zwanzig Stunden hindurch in den Käſichen und vimmt ihn dann heraus, um ihn auf den Tro>enplag zu bringen, welcher gewöhnlich ein bede&ter Schuppen iſt, in den von den Seiien jedoch die Luft überall hereindringen kann,

! Wenn der Leim halb tro>en iſt, ſo durchſticht man ſeine Blätter an einem Ende um einen Bindfaden durchzuziehen und ſo aufzuhängen, wie man es im Handel ſieht,

Sind die Tafein beyrahe ganz troFen und man. macht ſie ein wenig naß um ſie mit einer feinen und neuen Leinwand zu reiben, ſv erhalten ſie eine ſchöne Politur und Durchſichtig- Feit. Obgleich wan in der Regel zur Fabrikation. des jtarken Leimes nur Flechſen, Knorpel Ohren und Abgänge der Häute von altem Vieye nimmt: ſo kann man ſich doch auch der Knochen mit Vortheil bedienen. Herr Duhamel hatte bereits Leim daraus gezogen und den Papinianiſchen Topf in Vorſchlag gebracht, um ſie darin zu kochen. Herr Grenet hat dieß Ver- Fahren mit Erfolg wiederholt und die Herren Pärmentier und Peutetier die den Auftrag erhielten, die Richtigkeit ſeiner Res ſultate zu prüfen, haben ſich davon überzeugt, daß 6 Pfund Knochen- Abſchabſel, die ſie von einem Knopffabrikanten erhal: ten und in vier und zwanzig Pinten Waſſer bis zum Kochen aufs ſotien und gehdrig verdi>ien, ihnen gaben;?

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