Teil eines Werkes 
1 (1808) welcher die beyden ersten Theile des Originals enthält
Entstehung
Seite
371
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Der Gummi Tragant kommt aus einem Bäumchen dieſes Namens in Creta. Er zeigt ſich in kleinen weißen, wie kleine Würmer geſchlängelten Tropfen und bildet mit Waſſer einen di>era Gallert, als der Arabiſche.-

Man trifft dieſe Gummi's yelten im unvermiſchten oder reiz nen Zuſtande, Wenn man ſie aber zu delicaten Operationen gez brauchen will, ſo kann man die Körner ausſuchen, um ſie ganz rein zu erhalten.

Dieſe Gummi's kdunen leicht zerſtoßen und pulveriſirt werz den; das Waſſer, welches man im Kalten mit dieſen Subjianz zen digeriren läßt, ſättigt ſich damit, und wird leimig Siea denves Waſier[dſt ſie ſchneller auf, Die ſaturirre Auflöſung der beyden erjiern Arten behält eine ausgezeichnete Flüſſigkeit, die des Gummi Tragant gerinnt und wird zum feſten Körper. Man gibt dieſem letziern überall da den Vorzug wo es auf Conſiſtenz anfommt,

Der Gebrauch dieſer Gummi's in den Küänſten- iſt ſehr gusgedehnt:

1) Bedient man ſich ihrer, um die Appretur zu gebein,

Die Gummi: Auflöſung gibt allen Geweben, Körper, Ap- pretur und Glanz, ohne ihrer Farbe zu ſchaden; ſie füllt die Lücken, weiche die Fäden aus denen ſie beſtehen zwiſchen einanz der laſſen, und gibt dem Stoffe ein Anſehen von Stärke und von Gäte, die ihm ohne ſie mangelt.

Dieſe Stoffe verlieren ihren Gummi durch Regen und bey dem Waſchen. Weun der Regen ungleicherweiſe darauf fällt, fo macht er Fle>en wegen der Unvollſtändigkeit, mit welcher er den Gammi qausziehr, und um dieſem letztern Uebelſtande vor»

gewiſſen Zeugen und Hüten

. Zubeugen, pflegt man ein Kleid zu entglänzen, bevor man es

dem Regen ausſeßt,

Die meiſten, mit Gummi appretirten,'und dann unter den Cylinder gebrachten Zeuge, haben ein glatres, oder glänz zenves Aaſehn, weiches, um angenehm in das Auge zu fallen, über der ganzen Oberfläche derſelben gleichmäßig verbreitet ſeyn muß. Man bedient ſich heut zu Tage papierner Cylinder, um die Stoffe zu mangein; ſie haben den Vorzug vor den metalle»

nen, daß ſie ihnen einen ſammetartigen Anſchein geben, welches

die metallenen hervorzubringen nicht im Staude ſind.

Ein anderer Nachtheil der Bereitung mit Gummi iſt, daß wenn man die Hand beſtändig auf dem nämlichen Fle>e des Zeus

ges hält, der Gummi herausgehr, und auf dem erſtern an jener f 1

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