Teil eines Werkes 
1 (1808) welcher die beyden ersten Theile des Originals enthält
Entstehung
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die Oberhand geben, ſo daß jedes dieſer Produkte entweder den gewünſchten Character annimmt oder wenigſtens ſeinen urſprünglichen verliert. 6.

Im Pflanzen- wie im Thierreiche gibt es gemeinſchaftliche und eigenthümiiche oder organiſche Säſte,

Der gemeinſchaftliche Saft wird Bgaumſaft genannt. Die eigenthümlichen Säfte ſind das Reſultat der Verarbeitung des Baumſaftes in den verſchiednen Organen, wo er verſchiedene Charactere annimmt, die dargus Säfte von ſehr mannigfalti- ger Gattung bilden.|

Obgleich in den Säften der Pflanzen nicht die fortwäh» rende Bewegung ſtatt findet, die im thieriſchen Kdrper das Blut in alle Theile führt, und es nac) dem Mittelpunkte hin leitet, wo der Brennpunkt aller Thätigkeit iſt; ſo kann man doM auch dem Baumſaft eine Bewegung nicht abſtreiten, durch die er in alle Theile getrieben wird,

Die Bewegung des Baumſaftes iſt nach dem Grade der Temperatur der Atmoſphäre, dem Alter der Pflanze, ihrer Lage und der Jahreszeit, mehr oder weniger ſchnell.

Dieſe Oſcillation desöſelben in dem Pflanzenkdrper iſt es auch, welche verurſacht, daß man ſeinen Abfluß durch Ein- ſchnitie in die Bäume veranlaſſen kaun.

Die Säfte ſind in den nämlichen Pflanzen, nach dem Alter derſeiben, der Jahreszeit, ihrer Lage, der Natur des Bodens, des Klima's u. ſ. w. verſchieden.

Da es wichtig iſt, dieſe Modificationen kennen zu lernen, wollen wir ſie nac) und nach anführen.

Die jungen Pflanzen zeigen nichts, als ein Fleiſ<, in-

dem der kolige Stoff die Oberhand hat.:

Dieſer ſchleimige Stoff wird verarbeitet durc; die Ein- wirkung der Wärme und des Lichtes und es entſtehen daraus alle die Zuſammenſeßzungen, die die verſchiedenen Theile der Pflauzen bilden.

Das Waſſer iſt der weſentliche Nahrungsſioff der Pflanze und in ſeiner Zerſezung und der der Kohlenſäure findet ſie galle zu ihrem Wachsthum ndthige Stoffe*).

So wie die Pflanze ſich entwi>elt, ſcheidet ſi) der Koh- lenſtoff aus, um die Baſis des holzigen Produktes zu bilden,

während

*) Dieß iſt wohl nur in der Vorausſezung gegründet. Das wahre nährende Prinzip der Pflanzen iſt allemal der Kohlenwaſſerſtoff, ſo wie ſolcher in Fornt des Eyptractivſtoſfſes als zzumus in die Pflanzen übergehet. 9.

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