Teil eines Werkes 
1 (1808) welcher die beyden ersten Theile des Originals enthält
Entstehung
Seite
36
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wirkung des Stampfers nicht entweichen können, als ſie noch nichi in feinen Staub verwandelt ſind,

Da- indeſſen das Durchſieben die Verſtäubung eines ſehr zarten Theils der Subſtanz veran!äſſet, die der Reſpiration nachtheilig weröen kann, ſo entgehet man dieſem Nachtheil, indem man ein aus dreyen Theilen zuſammengeſeßtes Sieb an- wender? nämlich ein Sieb, einen De&el, und einen Boden für dasſelbe, In dieſem Fall ſchüttet man die Subſtanz in das Sieb, befeſtigt Boden und DeFel daran, und verrichtet nun die Operation des Durchſchlagens. Der Staub, welcher durch das Sieb hinpurchfällt, wird vom Boden aufgenommen, auf welchem derſelbe nach beendigter Operation herausgenommen wird.

Wendet man mehrere Siebe von verſchiedenem Kaliber ihres Gewebes oder ihrer Durchlöcherung an, ſo daß man das Eine in das Andre ſetzt, ſo daß dasjenige, welches die größten Oeff- nungen beſißt, das Obere, und das, welches die kleinſten Oeff- nungen beſißt, das Untere ausmacht, ſo kann man hierdurch mit einer und eben derjelben Operation Producte von verſchiedener Zartheit gewinen; eine Merhode, nach welcher man die ver- ſchiedenen Nummern des Bleyſchrotes für die Jagd beſtimmt.

Man kann auch das Durchſieben durch Hülfe des Waſſers erſetzen. Zu dem Behuf iſt es hinreichend, die verkleinerten Sub- ſtanzen: damit zu ſchütteln; zufolge ihrer Feinheit bilden ſie dann ſehr bald verſchiedene Lagen, indem die gröbſten ſich zuerſt adb- ſetzen. Man bedient ſich dieſer Operation(des Schlämmens) in den Künſten, um bey gewiſſen Zubereitungen verſchiedene Grade von Feinheit zu erhalten. Da man das Verkleinern gemeinig- lich mittelſt Mühlſieinen veranſtaltet, welche ſich in mit Waſſer gefülleten Kufen bewegen, ſo ſtdßt die Bewegung des Mühlſteins die kleinen Theilchen von einander, wovon die feinern ſich nach dem obern Raum der Kufe begeben, während die grdbern unter dem Steine beharren. Werden hingegen die in verſchiedenen Hd- hen der Kufen angebrachten Hähne gedffnet, um die über ihnen ſtehende Flüſſigkeit abzuleiten, ſo gewinnt man alle Grade von Zartheit, welche man verlangen kann.

In einigen andern Operationen der Künſte, läßt man über die dem Stampfen unterworfnen Subſtanzen einen Waſſerſtrom nach und nach hinleiten? dieſes Waſſer nimmt die hinreichend zertheilten Theilchen mit ſich fort, und ſammelt ſolche in auf- einanderfolgenden Reſervoirs an, in welchen ſie ſich, nach ihrer Hinwegſcowämmung, mehr oder weniger ſchnell, abſetzen; ſo daß die erſtern Reſervoirs die grdbern und ſchwerſten, und die letzten die feinſten und zarteſten Theile aufnehmen, H;

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