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awer 29 RE LEKE
und Bildung nener Subſtanzen vorgehet, deren Form und Eix genſchafien, weder der Form, noch den Eigenſchaften derjenigen Subſtanzen beygemeſſen werden kaun, aus welchen ſie zuſam: mengeſeßt wurden«
Verfolgen wir die Phänomene und die Reſultate dieſer Aſſis milation in den organiſchen Körpern noch weiter, ſo ſehen wir, das die verſchiedenen Grade der Jutenſität in den Kräften des Lebens, hierbey unendl:ch verſchiedene Modifikationes zulaſſen: deun je intenſiver und kfrafivoller die Lebenskräfte ſind, je gerin? ger iſt die Kraft der äußern Agentien auf die Functionen des Lez bens. So ſind 3. B. bey den Pflanzen die vorzüglichſten Organe durch die Epidermis bede>t, In dieſer Poſition nehmen ſolc<e die unmittelvare Wirkung der Wärme, der Luft, und des Waſ- ſers, ja, ſelbjt den Einfluß der innern Lebenskräfte auf. Dieſe Organe criſtiren ſo zu ſagen zwiſchen den organiſchen Kräften der Pflanzen und der ſehr mächtigen Wirkung der äußern Urſachen, Jene Funktion hängt alſo weſentlich von dem gemeinſchaftlichen Einfluß der Wirkung des Lebens, und der Luft, des Waſſers, der Wärme und des Lichtes ab, Die Pflanze gedeihet weder in ei? ner ſehr kalten, noch in einer ſehr warmen Temperatur; ſie ver? zehrt ſich in der Dunkelheit, und verwelkt bey einem zu lebhaf- ren Lichte. Indeſſen nimmt ſie den Einfluß und die nothwendige
Wirkung jener Agentien nur auf eine ihr convenable Art auf:|
ſie hat eine ihr eigene Temperatur; ſie zerlegt das Waſſer wels <hes ſie benetzt; ſie unterhält und vervielfältiget ihre Art, und ſtirbt eher, als daß ſie ihr widrige Subſtanzen auswählt und ſieh aſſimilirt.
Aber wie viel mehr Energie hat dieſe Lebenskraft iu den Thieren! Die Natur hat die vorzüglichſten Organe im Innern ihres Kdrpers verſte>t, um daraus die Bearbeitung der äußern Urſachen zu obſtrahiren. Hier iſt alles belebt, und die Verän- drungen der Temperatur, der Luft, und des Waſſers, haben faſt keinen Einfluß auf die Reſultate des thieriſchen Lebens,
- Fn den unorganiſchen Körpern giebt es alſo nur StoF und Affinität: alle Verändrungen welche ſie unter ſich bewirten, fome men von Außen her. Luft, Wahjer und Ißärme veranlaſſen in ihnen nur nothwendige, beſtändige und unveränderliche Wirkungen«
Jn den organiſchen Körpern exiſtiren hingegen, außer dem Stoff und der Affinität, annoch die Geſetze des Lebens, welche unabläſſig die Wirkung der äußern Agentien, ſo wie die der Afs finität modificiren,
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