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Wir wollen annehmen, daß der Keim des Lebens für einen Aungenbli aufhödrie, in der Natur wirkſam zu ſeyn, ſo würde unſer Planet Maſſen von Materien darſtellen, welche bloß dem unveränverlichen„Geſetz der Schwerkraft und der Anziehung un- terworfen ſind. Jeue Geſeße allein würden die Anordnungen der Maſſen, ſo wie die Aneinanderreihung ihrer kleinern Theile beſtimmen;
Werfen wir aber unſern BliE auf die Scene der Wirkung, Gegenwirkung, Verbindung vnd Zerlegung, weiche uns die organiſchen Weien ,. ſowohl die vegerabiliſchen a!8 die animali- ſchen darſtellen, ſo ſehen wir neue Ygentien einander durchtreußen, um einerley Wirkung zu veranlaſſen, und ſolche unendlich zu modificiren, und dies iſt die Wirkung zweyer uranfänglichen Geſeßze, von welchen hier weiter geredet werden ſoll,
Jeder lebende Körper reſpektirt die Geſetze| des Lebens, näm- Iich die Senſibilität, und die Jrritabilität 2c. Sie ſind es, welche ſeine Functionen reguliren, und dasjenige bilden, was das Leben desöſelben genannt wird. Jene ſind weder in derſelben Zahl in den verſchiedenen Klaſſen der organiſchen Weſen vorhauden, Ho) ſiellen ſie ſich mit derſelben Intenſität und Energie in ihnen dar. Je zahlreicher und intenſiver die Urſachen des Lebens ſind,
um ſo mehr entfernen ſich die Erfolge derſelben, weiche die Af- finitäten uns darſtellen, wenn ſolche auf die unbeſeelte Materie angewendet werden.
Alle Körper haben ihre eigenthümlichen Affinitäten, denen zufolge ſie gewiſſe Subſtanzen guswählen, andere aber zurück- ſoßen. Indeſſen ſind die Neſultate der Berbindungen nicht bey allen dieſelben; wenn ſich eine Erde oder ein Metall mit andern Körpern verbindet, ſo verändern dieſelben ihre Natur, das heißt, die neue Verbindüng beſißtnicht mehr den Kärakter der Elemente, welche ſie bildeten; ſie iſt alſo ein neues Weſen, deſſen Natur außerdem durch die Anwendung oder die Verbindung mit neuen Subjianzen, ſich in jedem. AugenbliF wieder verändern kann. Die organiſchen Körper haben im Gegentheil die Kraft, ſich die Körper anzueignen, und die Nahrungsmittel ſich zu aſſimiliren, ohne ihre eigne Natur zu verändern: ſie dru>ken vielmehr ihren eigenen Karakter denjenigen Subſtanzen ein, welche ihnen zur Nahrung dienen, und behalten ohne Verändrung ihre primi- tive Form,
Die organiſchen und belebten Körper befolgen alſo eine Aus- wahl in den Materien und ihrer Aſſimilation. Sie behalten bee ſtändig ihre Form, ihren Karakter, und ihre primitive Natur bey; während. in den unorganiſchen Körpern die Zuſammenſeßung
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