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Oeconomie der Landwirthschaft : mit Kupfern und Tabellen / nach dem Französischen des Baron E.V.B. Crud von C.F.W. Berg
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Deconömie der Landwirthſchaft. 19

ſogenannte Miſt ſind, enthalten. Die übrigen Düngerarten werden nach Ver- hältniß des relativen Werthes geſchäßt, den ſie zur Verbeſſerung des Erdreichs haben.

Bei Augsgang der Pachkzeit iſt der Beſißer gehalten, den Dünger nach den nämlichen Regeln und Grundſaßen in Rechnung vom Pachter bringen zu laſſen. Nur muß dieſer den Dünger, wenn er ihn ins Land bringt, einer Beſichtigung entweder vom Grundſtücksbeſißer ſelbſt oder deſſen dazu auserſehenem Stellvertreter unterwerfen. Der in Vorrath verbliebene Dünger wird nach demſelben Fuße vom Pachter dem Gutsbeſißer und vom Gutsbeſißer dem Pachter vergütet.

Auf gleiche Weiſe wird ein Jnventarium von den Futterfeldern aufgenom- men, die der Pachter bei ſeinem Antritt vorfindet. Man merkt in dieſem Inven- tarium an, ſeit welcher Zeit der Anbau der Futterung auf ihnen geſchicht; und der Pachter iſt nac; Ablauf ſeiner Pachtzeit gehalten, ſie von gleichem Umfange, von derſelben Beſchaffenheit und in demſelben Zuſtande zurüc zu geben, als er ſie über- nommen, Wäre der Umfang der Futterfelder vermindert, ſo hätte der Pachter dem Eigenthümer zu vergüten für jeden fehlenden Morgen:

4) Von Luzerneland, das Aequivalent von 6 Fuder Miſt und 48 Pfund guten Luzerneſaamen, nebſt 45 Franken Koſtenerſaß für A>ern und Beſäen.

2) Von Esparſetland, dieſelben Werthe; aber 420 Pfund Esparſetſaamen, ſtatt* der 18 von Luzerne,

3) Von Kleefeldern 45 Franken für den Morgen.

Wenn hingegen der Pachter, nach Ablauf ſeines Pachts, den Umfang des Futterlandes größer hinterließ, als er ihn überfommen, ſo würde der Beſißer ihm nur die Hälfte der angeführten Vergütungen dafür zu leiſten verbindlich ſeyn; es wäre denn, daß beide vor dieſem Zeitpunkte von freien Stücken ein anderes Ab- kommen darüber mit einander getroffen hätten.

Was die Benachtheiligung dur; Wucernlaſſen des Unfrautes betrifft, ſo hat es weit mehr Schwierigkeiten, dieſem vorzubauen. Glücklicher Weiſe iſt in dieſem Betreff das Intereſſe des Pachters vollfommen mit dem des Grundeigenthümers in Uebereinſtimmung 3 und der Landwirth, der dem Pachter in der Bewirthſchaftung folgt, wird ſich auch leiht, wenn er die Sachen nur einigermaaßen anzugreifen weis von dieſer Feldplage befreien können,

3.