Oeconomie der Landwirthſ<aft,
Mi... 1.2.0.6. Wile
Er Ackerbail beſteht in der Verbindung der verſchiedenen Zweige der In- duſtrie, welche ſich auf die Bearbeitung und Benußung des Bodens beziehen; unter Oeconomie der Landwirthſchaft dagegen verſtehe ich den Inbegriff der Ne- geln, durch deren richtige Anwendung man nicht allein die reichlichſte Ernte von Pro- ducten erhält, ſondern auc<4 in den Stand geſeßt w ird, unter dieſen Producten die- jenigen ausfindig zu machen, von deren Anbau man ſich die reellſten Vortheile ver- ſprechen darfz Regeln, die, indem ſie einfache Praxis und ſpeculative Theorie zu- gleich berüſichtigen, die häufigen Fehlſchläge zu verhüten wiſſen, über die der Land- wirth ohnedem zu klagen haben würde. Die DOeconomie der Landwirthſchaft verfährt in ihrer Methode analytiſcher, als die Wiſſenſchaft des Akerbaus, in dem Sinne, den man ihr gewöhnlich unterlegt, und in dem Geiſte, in welchem ſie bieher gelehrt wurde,
Wir beſißen mehrere ausgezeichnete Werke über die Landwirthſchaft. Der berühmte Staatsrath Thaer von Mögelin hat uns mit einem ſolchen beſchenkt, dem wir in hohem Grade die Erweiterung und ſyſtematiſche Anordnung unſrer Kennt- niſſe über den Landbau verdanken,
Er war vielleicht der erſte, der nicht nur allgemeine Grundſätze auffſtellte, ſondern auch ſie durc; Hinzufügung paſſender Regeln für alle Orte anwendbar machte, Die Wiſſenſchaft muß ſim daher als ſeine Schuldnerin bekennen.
Allein'die wenigſten Schriftſteller über die Landwirthſchaft ſind aufrichtig genug geweſen, etwas von den Mißgriffen anzuführen, welche die Ausübung ihrer Kunſt. ſie begehen ließ; und die Vortheile, die man- aus einer negativen Erfah- rung der Vergangenheit ſchöpfen“könnte, ſind auf dieſe Weiſe für die Zufunft ver-
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